Anlässlich des 66. Geburtstags des Genies dunkler Märchen erzählen wir seine Liebesgeschichte mit einer der schönsten italienischen Schauspielerinnen unserer Zeit.
Tim Burton ist ohne Zweifel einer der originellsten Hollywood-Schöpfer, dessen Regiestil sich von Tausenden abhebt: dunkle Bilder, gotische Atmosphäre, groteske Helden und verschwimmende Grenzen der Zielgruppe, d. h. ein Appell an Erwachsene und Kinder zugleich, an beide zugleich und an keines von beiden.
Viele werden seine Filme zu kindisch finden, andere wiederum werden sie zu gruselig finden, um sie mit Kindern anzuschauen. Während seiner fast vierzigjährigen Karriere hat Burton uns eine ganze Reihe von Filmen geschenkt, die später Kultstatus erlangten – Beetlejuice, Edward mit den Scherenhänden, Sweeney Todd, Corpse Bride und andere.
Tim ist jedoch weniger Regisseur als vielmehr ein großer Hollywood-Künstler, der mit animierten Leinwänden arbeitet. Ihm geht es viel mehr um die formalistische Komponente als um den Inhalt – darum, wie das Kino aussieht, sich anfühlt und, je nach Aufgabenstellung, erfreut oder erschreckt.
Doch die Bedeutungen in seinen Werken treten in den Hintergrund und weichen Gefühlen. Wie es sich für jeden großen Künstler gehört, ist Burtons Werk im wirklichen Leben ständig mit seinen Musen verbunden. Darüber hinaus gibt es in diesem Fall eine strenge Periodisierung, die in jeder biografischen Notiz über den Weg des Regisseurs zu finden ist.
Burtons erste Geliebte, die seine Karriere beeinflusste, war die Stripteasetänzerin und später Schauspielerin und Künstlerin Lisa Marie Smith. Sie lernten sich 1992 im Goldfinger Club kennen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Regisseur bereits die Batman-Duologie mit Michael Keaton, Beetlejuice und Edward mit den Scherenhänden mit Johnny Depp im Gepäck.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Tim seine Ehe mit der Fotografin Lena Geiske bereits geschieden und war frei. Diese Zeit ist durch die außerordentliche Fruchtbarkeit des Autors gekennzeichnet. Burton scheute sich nicht, seine Geliebte in der Öffentlichkeit und in Interviews mit Komplimenten zu überschütten, sie die Muse seines Lebens zu nennen und sie in all seinen Filmen zu besetzen. Auf Anregung seiner Geliebten begann der Regisseur, sich mit Meditationspraktiken zu beschäftigen und verfiel beinahe in die Zen-Esoterik.

Die nächste, ziemlich lange Arbeitsperiode des Regisseurs ist mit Helena Bonham Carter verbunden, die vor allem durch ihre Rolle als Bellatrix Lestrange in der Harry Potter-Filmreihe bekannt wurde. Es war 2001, und das Paar verlobte sich gleich nach der Premiere von Planet der Affen, wo letztere die Rolle des Schimpansen Ari spielte.
Wie der Regisseur später zugab, überzeugte sie ihn nicht nur mit ihrer bezaubernden Energie, sondern auch mit ihrer Verantwortung, mit der sie ihre Rollen anging. Insbesondere bei den Dreharbeiten zu seinem „Planet der Affen“ dauerte das Schminken acht bis zehn Stunden am Tag, was nicht jeder bewältigen konnte. Und um realistisch in die Rolle hineinzuschlüpfen, besuchte die Schauspielerin eine Affenschule.
Diese Zeit in Burtons Karriere war reich an seinen berühmtesten Werken, darunter Charlie und die Schokoladenfabrik, Alice im Wunderland und Dark Shadows. Helena trat wie Lisa oft in den Filmen ihres Mannes auf. 2014 zerbrach ihre Verbindung nach 13 Jahren Ehe.

Um jedoch zu verstehen, wo die Ursprünge der nächsten Romanze des Regisseurs liegen, gehen wir zurück ins Jahr 2006, in den kleinen Ferienort Cannes im Süden Frankreichs. Die Romantik in der Luft über dem Boulevard de la Croisette, der sich entlang der Küste des Cannes-Teils der Côte d’Azur erstreckt, trug dazu bei, dass Burton schon damals von seiner neuen Muse fasziniert war – der schönen Monica Bellucci.
Sie lernten sich bei einem jährlichen Filmfestival kennen. Die italienische Schauspielerin saß damals in der Jury, ebenso wie übrigens auch Bonham Carter. Allerdings war Monica zu dieser Zeit auch mit dem Franzosen Vincent Cassel verheiratet.

Nach der Trennung von Helena entstand eine kahle Stelle in Burtons Filmografie. Der in der Vergangenheit unglaublich produktive Autor präsentierte in den nächsten acht Jahren nur zwei Filme – „Die Insel der besonderen Kinder“ und ein Remake des Zeichentrickfilms „Dumbo“. 2022 änderte jedoch alles.
Erstens veröffentlichte Netflix die äußerst erfolgreiche Serie „Mittwoch“, für die der Regisseur die erste Hälfte der Staffel drehte und als Showrunner zum Projekt beitrug. Zweitens traf er ironischerweise Monica Bellucci in Cannes wieder, aus deren Händen er einen Ehrenpreis erhielt. Danach wurde das Paar oft zusammen gesichtet, und im Februar 2023 bestätigte Monica selbst den Status ihrer Beziehung in einem Interview für Elle.

Interessanterweise hat Burton selbst vor langer Zeit seine Liebe zum italienischen Filmstar öffentlich gestanden. Als Tim 2013 auf die Frage eines Journalisten des französischen Magazins Gala, mit wem er gerne in einem Aufzug stecken bleiben würde, antwortete er, dass es definitiv Monica Bellucci wäre, da er verrückt nach ihr sei.
Das klang damals allerdings etwas extravagant, denn zunächst nannte der Regisseur einen Stammgast aus seinen düsteren Märchen – Johnny Depp, weshalb seinen Worten niemand sonderlich viel Beachtung schenkte.

Und auch 2024 ändert Tim seine Tradition nicht, seine Auserwählten in Filmen zu filmen. Demnächst wird bei den Filmfestspielen von Venedig der Film „Beetlejuice Beetlejuice“ gezeigt, in dem Monica die Rolle der Ex-Frau eines verrückten Geistes spielt, in dessen Bild man leicht die Züge von Burton selbst erkennen kann.
„Ich mag seine Märchenwelt, in der Monster gut sind, als könnten wir unsere dunklen Seiten in etwas Helles, Verzeihendes verwandeln. In Tim Burtons Filmen geht es viel darum“, sagte Monica Bellucci auf die Frage, ob ihr der Regiestil ihres Partners gefalle.