Der Prozess gegen den umstrittenen Rapper Sean „Diddy“ Combs läuft. Sollte er wegen organisierter Kriminalität, Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und sexueller Nötigung schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Zuvor hatte sich der ehemalige US-Präsident Donald Trump zu einer möglichen Begnadigung Diddys geäußert. Am 19. Verhandlungstag wurde die Ex-Freundin des Rappers, Jane Doe (ein juristischer Begriff, der in den USA die Anonymität einer Person schützt), vernommen. Sie schockierte den Gerichtssaal, indem sie enthüllte, warum sie sich bereit erklärte, auf den berüchtigten Partys des Rappers mit Fremden zu schlafen.

Vor der Jury erklärte Jane, sie habe nur Sex mit anderen Männern gehabt, um den Musiker weiterhin treffen zu können. Verteidiger Teny Geragos zeigte der Jury Textnachrichten zwischen Diddy und Jane, in denen er sie zur Offenheit ermutigte und sie drängte, explizite Nachrichten über sexuelle Begegnungen mit ihm und anderen Männern, sogenannten „Künstlern“, zu senden. Jane erklärte vor Gericht, ihr Motiv sei es gewesen, mehr Zeit mit ihrem Liebsten – also Diddy – zu verbringen. Sie fügte hinzu, dass dies die einzigen Momente gewesen seien, in denen sie den Rapper sehen konnte, und dass er in diesen Momenten sanfter und zärtlicher gewesen sei.

Gleichzeitig äußerte Jane ihre Frustration darüber, dass Diddy während ihrer Beziehung mit anderen Frauen zusammen war. Sie sprach auch über Seans Gesundheit und äußerte ihre Sorge um ihn. Sie sagte, seine Hände hätten irgendwann angefangen zu zittern und seine Augen und Zähne hätten eine ungewöhnliche Farbe angenommen. Er vernachlässige sein Wohlbefinden.