Er wird heute 75 – und Sie werden seine Geschichte hören wollen, bevor Sie ihn treffen.

In den Swinging Sixties war Peter Noone, Frontmann der britischen Popband Herman’s Hermits, einer der beliebtesten Jungstars der Welt. Mit seinem jungenhaften Charme und seinem herausragenden Gesang eroberte er die Herzen weltweit und führte die Band zu riesigem Erfolg. Ihr flotter Hit „I’m Into Something Good“ machte sie berühmt, und 1965 verkauften sich Herman’s Hermits sogar besser als die Beatles.

Was Noone unter seinen Altersgenossen auszeichnete, war seine bescheidene, fast schüchterne Bühnenpräsenz, die ihn bei seinen Fans nur noch beliebter machte. Obwohl er den wilden Rock’n’Roll-Lifestyle pflegte – Partys bis spät in die Nacht und frisch zu Interviews erschienen –, schaffte er es, den Drogen aus dem Weg zu gehen. Alkohol gehörte zur Szene, doch ein prägendes Erlebnis mit 19, als er seinen Vater zu einem Treffen der Anonymen Alkoholiker begleitete, prägte ihn tief. Dieses Erlebnis brachte ihn dazu, seinen Alkoholkonsum einzuschränken, und nun ist er seit 16 Jahren trocken.

Heute, mit 75 Jahren, tritt Peter Noone weiterhin auf und begeistert sein Publikum mit nostalgischen Tourneen wie der Solid Silver 60s Show. Während sich Herman’s Hermits 1971 auflösten, hielt Noone den Geist allein am Leben und begeisterte seine Fans, die die Klassiker noch immer mitsingen.

Abseits der Bühne führt er ein geerdetes Leben. Seit über vier Jahrzehnten ist er glücklich mit Mireille verheiratet, die er Anfang zwanzig kennenlernte. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter, Nicole. Seit seinem Umzug nach Kalifornien in den 70er Jahren hat Noone einen gesünderen Lebensstil und eine ruhigere Art des Ruhms angenommen.

Neben seiner Musik widmete er sich auch der Schauspielerei und ergatterte eine Rolle in „The Pirates of Penzance“ am Broadway. Außerdem moderierte er die Musikshow „ My Generation“ . Später betreute er als Coach und Juror bei „American Idol“ aufstrebende Talente und bemerkte einmal, dass selbst Legenden wie die Beatles in der heutigen wettbewerbsorientierten Musikszene Schwierigkeiten haben könnten, sich durchzusetzen.

Rückblickend ist Noone voller Dankbarkeit. Er hat sich vom schüchternen Teenie-Idol zu einem erfahrenen Künstler entwickelt und begeistert die Bühne noch immer mit der gleichen Leidenschaft wie vor Jahrzehnten. Sein Werdegang beweist, dass wahres Talent und Charisma mit zunehmendem Alter nur noch größer werden.