Jessica, die Schwägerin der Autorin, plante eifrig eine Familienreise zu einem charmanten Haus am See in Asheville. Sie verlangte von jedem Gast 500 Dollar, verzichtete aber als Organisatorin auf die Kosten. Trotz einiger Zweifel sagte Sharon zu, mitzukommen, vor allem, weil ihre Mutter Meryl begeistert war. Schließlich hatte Meryl nach dem Tod ihres Mannes unermüdlich gearbeitet, um ihre Kinder allein großzuziehen, und hatte sich eine Auszeit verdient. Doch kurz vor der Reise bekam Sharons kleiner Sohn Tommy hohes Fieber, sodass sie die Reise absagen musste. Jessica zeigte kein Mitgefühl, sondern war nur verärgert über die Änderung.

Am nächsten Morgen rief Sharon ihre Mutter an und war schockiert, als sie Meryl aufgebracht auf einer dünnen Isomatte in einem engen Flur vorfand – ohne Kissen, ohne Privatsphäre. Untröstlich rief Sharon ihren Bruder Peter an, der die Sache lässig abtat und sagte, Meryl habe „nichts dagegen“ und sei „hart im Nehmen“. Wütend erinnerte Sharon ihn an die Opfer ihrer Mutter und warf ihm Feigheit vor, weil er diese Respektlosigkeit zuließ.

Entschlossen, die Sache in Ordnung zu bringen, organisierte Sharon eine Betreuung für Tommy und fuhr mit einer Luftmatratze direkt zum Haus am See. Sie fand Meryl beim Abwasch in der Küche, während andere draußen feierten. Sharon konfrontierte Jessica im Elternschlafzimmer und beschuldigte sie, ihre Mutter gezwungen zu haben, im Flur zu schlafen, obwohl sie ihren Anteil bezahlt hatte. Sie begann, Jessicas Designersachen einzupacken und erklärte, das Elternschlafzimmer gehöre nun ihrer Mutter.

Peter versuchte einzugreifen, wurde aber scharf zurückgewiesen. Als Jessica versuchte, die Tür zu blockieren, brachte Sharon ihre Sachen in den Flur und stellte Jessica vor die Wahl, dort oder auf der Terrasse zu schlafen. Sharon half dann Meryl in die Master-Suite, wo Meryl unter Tränen gestand, seit Jahren nicht mehr so gut geschlafen zu haben. Vom Fenster aus beobachtete Sharon, wie Jessica widerwillig und gedemütigt die Luftmatratze draußen aufstellte.
Am nächsten Morgen lächelte eine erholte Meryl glücklich. Als die anderen Familienmitglieder sich beschwerten und über „Familiendrama“ gingen, stellte Jessica Sharon zur Rede, wütend über ihre Verlegenheit. Ruhig erklärte Sharon ihr, dass Jessica nun wisse, wie Meryl sich fühle – und warnte sie, dass jede zukünftige Respektlosigkeit noch härtere Konsequenzen nach sich ziehen würde. Sharon und Meryl blieben das Wochenende und schenkten Meryl endlich den ruhigen Urlaub, den sie verdient hatte. Bevor sie ging, dankte Meryl Sharon unter Tränen dafür, dass sie sich wirklich um sie gekümmert und ihr das Gefühl gegeben hatte, geschätzt zu werden – etwas, das Sharon ihr immer so versichert hatte.