Brasilianer findet zum Glauben – nach zwei Jahren mühsamer Entfernung lässt er sich nun seine 170 Tattoos entfernen.

Der 36-jährige Fotograf Leandro de Souza, bekannt als der am stärksten tätowierte Mann Brasiliens, hat beschlossen, sein Aussehen radikal zu verändern. Er hat mit dem schmerzhaften Prozess der Entfernung seiner zahlreichen Tätowierungen begonnen, insbesondere derer im Gesicht.

Laut de Souza bedeckten mehr als 170 Tattoos seinen Körper; das erste stach er mit 13 Jahren. Sein „Tattoo-Boom“ begann 2015 nach einer schwierigen Scheidung, als er versuchte, seinen emotionalen Schmerz zu betäuben. Später gab er jedoch zu, dass die Tattoos sein Leben „unerträglich“ machten und er sich wie eine „Zirkusattraktion“ fühlte.

Vor etwa zwei Jahren veränderte sich sein Leben grundlegend, als er sich dem evangelikalen Christentum zuwandte. De Souza sagte, dass seine Leidenschaft für Tattoos nach dem Finden des Glaubens völlig verschwunden sei. In der Vergangenheit hatte er außerdem Gefängnisaufenthalte, Drogenabhängigkeit und Obdachlosigkeit durchgemacht.

Der Prozess der Tattooentfernung, den Leandro auf Instagram dokumentiert, ist extrem schmerzhaft.

 

„Es tut wahnsinnig weh – egal wie viel Narkosemittel verwendet wird, die Schmerzen sind unerträglich“, teilte er mit.

Im Tattoo-Studio, wo ihm beim Entfernen der Tinte geholfen wurde, betonten die Mitarbeiter, dass Tattoos nicht den Charakter eines Menschen definieren. Was wirklich zählt, sagten sie, seien die Entscheidungen, die Anstrengungen und die Entschlossenheit, voranzukommen. Für Leandro ist das Entfernen seiner Tattoos zum Ausdruck einer viel tieferen inneren Wandlung in seinem Leben geworden.