Das Vatertagsessen einer Mutter mit ihren Kindern am Grab ihres verstorbenen Vaters löst eine Debatte aus. (Fotos)

Der Vatertag ist für Familien ein besonderer Tag, um Väter zu ehren, doch für die Familie Rosenthal aus Bucks County, Pennsylvania, hat er eine ganz besondere Bedeutung. Nach dem Tod ihres geliebten Vaters Mark Rosenthal im Jahr 2010 entwickelten seine Frau Robin und ihre Kinder Sam und Emma eine einzigartige Art, ihn in Erinnerung zu behalten. Für sie ist der Vatertag nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch ein Fest der Traditionen, die Marks Andenken bewahren.

Eine ihrer bemerkenswertesten Traditionen ist das gemeinsame Mittagessen am Vatertag an Marks Grab. 2022 wurden Robin und Emma gefilmt, wie sie dort Sandwiches aßen. Robin warf spielerisch eine Pommes frites darauf und scherzte, sie würde mit Mark „teilen“. Sam, der den Moment filmte, fragte, wo sein Vater sei, worauf Robin ganz nüchtern antwortete: „Da unten, in der Erde.“

Die Rosenthals teilten diese Tradition online und veröffentlichten 2022 und 2023 Videos auf Instagram und TikTok. Ihre Inhalte verbreiteten sich rasant und lösten starke Reaktionen aus. Einige Zuschauer bewunderten ihren offenen und unbeschwerten Umgang mit der Trauer, während andere die Videos als respektlos kritisierten, insbesondere wegen des schwarzen Humors der Familie.

Trotz der Kritik posteten die Rosenthals weiterhin über ihr Vatertagsritual. In dem Video von 2023 kehrte Robin zum Grab zurück, während im Hintergrund die Stimmen von Sam und Emma zu hören waren, die gemeinsam aßen. Wie schon zuvor gingen die Meinungen auseinander: Einige lobten die Familie dafür, Trost im Humor gefunden zu haben, während andere es für unpassend hielten.

Letztlich zeigt die Tradition der Rosenthals, dass Trauer und Erinnerung viele Formen annehmen können. Indem sie ihren unkonventionellen Ansatz teilten, haben sie Gespräche über Trauer, Humor und Respekt angestoßen. Für Robin, Sam und Emma ist es am wichtigsten, Marks Andenken auf eine Weise zu ehren, die sich für sie authentisch anfühlt – selbst wenn dies gesellschaftliche Erwartungen an die Gestaltung des Vatertags in Frage stellt.