„Heuchlerin“: Personalchefin, die auf Coldplay-Kusskamera erwischt wurde, wirft Gwyneth Paltrow Spott vor

Kristin Cabot hat Gwyneth Paltrow öffentlich kritisiert und die Schauspielerin als „Heuchlerin“ bezeichnet, nachdem diese sich anscheinend über den viralen Coldplay-Konzertskandal lustig gemacht hatte, der Cabots Leben auf den Kopf gestellt hatte.

Cabot, eine ehemalige Führungskraft des Technologieunternehmens Astronomer, geriet im Juli in die Schlagzeilen, nachdem sie auf der Kiss Cam eines Konzerts beim Umarmen des damaligen Firmenchefs Andy Byron gefilmt worden war. Der Moment verbreitete sich rasant im Internet, und innerhalb weniger Tage wurden sowohl Cabot als auch Byron beurlaubt und traten schließlich zurück.

Die Kontroverse wurde später von Astronomer selbst scherzhaft aufgegriffen, indem das Unternehmen Paltrow – die Ex-Frau von Coldplay-Frontmann Chris Martin – für ein Werbevideo engagierte. In dem Spot kommentierte Paltrow ironisch den plötzlichen Anstieg der Aufmerksamkeit für das Unternehmen, was Cabot als zutiefst verletzend empfand.

In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Times“ erklärte Cabot, sie habe Paltrow und deren Wellness-Marke Goop einst bewundert, da diese ihrer Meinung nach die Stärkung von Frauen förderte. Zu sehen, wie die Schauspielerin einen Vorfall verhöhnte, der ihre Karriere gekostet und sie dem Spott der Öffentlichkeit ausgesetzt hatte, empfand sie als Verrat. Cabot wies darauf hin, dass Paltrow selbst einst starker öffentlicher Kritik ausgesetzt gewesen sei, und bezog sich dabei auf die Kritik an dem Begriff „bewusste Entpaarung“ nach ihrer Scheidung von Martin.

Cabot hat eine Affäre mit Byron stets bestritten und beteuert, dass sie sich nach ein paar Drinks lediglich geküsst hätten und beide zu dem Zeitpunkt von ihren Ehepartnern getrennt lebten. Sie räumte ein, dass ihr Verhalten unangemessen gewesen sei, akzeptierte aber die Konsequenzen, darunter auch den Rückzug aus ihrer Karriere.

Die Folgen reichten jedoch weit über berufliche Konsequenzen hinaus. Cabot enthüllte, dass sie massiver öffentlicher Bloßstellung, Bedrohungen ihrer Sicherheit und grausamen Beschimpfungen ausgesetzt war, die ihre Familie, insbesondere ihre Kinder, schwer belasteten. Sie deutete zudem an, dass sie im Vergleich zu Byron die Hauptlast der Anfeindungen tragen musste.

Trotz des Traumas sagt Cabot, sie baue sich langsam ihr Leben wieder auf, obwohl ihr gesagt wurde, ihr beruflicher Ruf sei weiterhin schwer beschädigt. Ihre Äußerungen über Paltrow haben online gemischte Reaktionen hervorgerufen und die Debatte über öffentliche Bloßstellung, Geschlechterdiskriminierung und Verantwortlichkeit bei viralen Skandalen neu entfacht.