Toiletten-Drama bei „Kampf der RealityAllstars“: Frédéric von Anhalt verlässt Show – und schießt scharf gegen strenge WC-Regel

In Thailand herrscht dicke Luft, noch bevor „Kampf der RealityAllstars“ richtig Fahrt aufgenommen hat: Prinz Frédéric von Anhalt (82) hat die Produktion kurzerhand verlassen und sorgt damit für Gesprächsstoff weit über den Realitystrand hinaus. Der Grund für seinen überraschenden Exit ist so ungewöhnlich wie explosive: Eine strikte Toiletten-Regelung habe den ältesten Teilnehmer der diesjährigen Allstars-Ausgabe offenbar so sehr in Rage versetzt, dass er sich entschieden hat, freiwillig abzureisen – und das mit deutlichen Worten.

Wie der 82-jährige Adlige jetzt gegenüber der „Bild“ berichtet, waren die Vorgaben rund um den Gang auf das stille Örtchen für ihn schlicht nicht mehr hinnehmbar. Den Teilnehmern sei auferlegt worden, das WC nicht mehr eigenständig zu betreten, sondern nur noch mit Ausweis und eskortiert von einer Begleitperson. Vor dem Klo hätten außerdem Aufpasser gestanden, die genau überwachten, wie lange jemand dort verbleibe. „Es wurde mir quasi vorgeschrieben, wann ich meine Blase zu entleeren habe“, ließ der Prinz verlauten und bezeichnete diese Praxis als „abartig“ – ein Wort, das in der TV-Szene für Aufsehen sorgt.

Frédéric, der nicht nur als Gesellschaftskönig bekannt ist, sondern auch als Witwer der Hollywood-Ikone Zsa Zsa Gabor (†99), findet die Regel so entwürdigend, dass sie für ihn den Ausschlag gab, „Kampf der RealityAllstars“ den Rücken zu kehren. Laut eigenen Angaben hätte er den Vertrag niemals unterzeichnet, wenn diese Auflage im Vorfeld klar gewesen wäre. Sein Abgang fällt zudem deswegen überraschend, weil er bereits in einer früheren normalen Staffel des Formats mitgewirkt hat – damals habe ihn die selbe Vorschrift jedoch noch nicht derart gestört.

Doch nicht nur die WC-Kontrolle ging dem Prinzen gegen den Strich. Er wetterte auch offen gegen das Verhalten seiner Mitstreiter: Menschen, die „morgens angezogen, verschwitzt und ungeduscht in den Pool“ sprängen, seien für ihn ein Zeichen mangelnder Hygiene und Respektlosigkeit – ein Vorwurf, der im Reality-Universum wie Zündstoff wirkt. Für Frédéric sei das Ganze längst nicht mehr „echtes Reality TV“, sondern ein inszeniertes Spektakel, das mit der Realität wenig zu tun habe und eher auf Provokation ausgelegt sei.

Die Folge: Der Prinz kehrte dem Set den Rücken und machte klar, dass er sich nicht länger den strengen und seiner Meinung nach unzeitgemäßen Regeln beugen wolle. Dabei wirkt sein Rückzug weniger wie ein spontaner Wutausbruch und mehr wie ein bewusstes Statement gegen Formate, deren Inszenierung ihm zunehmend fremd und künstlich erscheint. Er wolle nun sogar darüber nachdenken, eine eigene Reality-Show zu produzieren, die näher am echten Leben stattfinde – ohne „Absurdheiten“ wie Toiletten-Ausweise und eskalierende Gruppenkonflikte.

Die Verantwortlichen von RTLZWEI wollten zu den Vorwürfen bislang keine Stellung nehmen und verwiesen lediglich darauf, dass sie sich zu Inhalten zukünftiger Produktionen nicht äußern möchten. Während die Allstars-Staffel ihren Weg ins Frühjahr 2026 nimmt, bleibt Frédérics Abgang eines der bisher heftigsten Themen rund um das Showformat – und sorgt dafür, dass die Debatte über Reality-Regeln und mediale Inszenierung weiter kocht.