Die Geheimnisse hinter der unglaublichen Langlebigkeit einer 117-Jährigen: Wie Genetik, Lebensstil und ein einfacher Joghurt eine Rolle spielten 😲🥛
Viele träumen davon, ein langes, gesundes Leben zu führen, und die Wissenschaft deckt stetig die Faktoren auf, die extreme Langlebigkeit möglich machen. Ein bemerkenswertes Beispiel aus der jüngeren Geschichte ist Maria Branyas Morera, deren Leben faszinierende Einblicke gibt, wie Genetik und Lebensstil miteinander verwoben sind, um ein jahrzehntelanges Dasein zu schaffen.
Ein Leben, das über ein Jahrhundert umspannt
Maria Branyas Morera wurde am 4. März 1907 in San Francisco geboren, sieben Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Sie lebte außergewöhnliche 117 Jahre, verstarb 2024 und erlebte eine Welt, die durch zwei Weltkriege, die Führung von 21 US-Präsidenten und bemerkenswerte technologische Fortschritte transformiert wurde.
Im Alter von acht Jahren zog Marias Familie nach Katalonien, Spanien, eine Reise, die von Tragödien überschattet wurde, als ihr Vater an pulmonaler Tuberkulose starb. Trotz dieser frühen Schwierigkeiten baute Maria ein erfülltes Leben in ihrer neuen Heimat auf, beobachtete Jahrzehnte sozialer, politischer und kultureller Veränderungen und zog drei Kinder groß.

Eine besondere Bitte an die Wissenschaft
Vor ihrem Tod stellte Maria eine außergewöhnliche Bitte: Sie bat die Forscher, ihre DNA zu untersuchen, um die Geheimnisse ihrer außergewöhnlichen Langlebigkeit zu entschlüsseln. Ihr Ziel war klar – wenn die Wissenschaft ihre Geheimnisse verstehen könnte, könnten sie zukünftige Generationen leiten.
Ein Team spanischer Wissenschaftler, darunter Experten von der Universität Barcelona und dem Josep Carreras Leukämieforschungsinstitut, begann mit der Analyse ihres genetischen Materials. Ihr Ziel war es nicht nur zu verstehen, warum sie so lange lebte, sondern auch, warum sie bis ins hohe Alter gesund und aktiv blieb.
Dr. Manel Esteller, der leitende Ermittler, erklärte: „Typischerweise bringt das Altern Krankheiten mit sich, aber Maria war die Ausnahme. Zum ersten Mal konnten wir Alter von schlechter Gesundheit trennen.“ Er betonte, dass während die Genetik eine Rolle spielte, die Lebensgewohnheiten ebenso wichtig waren: „Maria erbte ausgezeichnete Gene, aber tägliche Gewohnheiten verstärkten deren Wirkung. Nicht jeder kann seine Eltern wählen, aber wir können wählen, wie wir leben.“

Bemerkenswerte Gesundheitsmarker
Die Ergebnisse waren erstaunlich. Biologisch schien Maria 10–15 Jahre jünger als ihr chronologisches Alter. Sie hatte außergewöhnlich niedrige LDL- („schlechte“) Cholesterinwerte, sehr hohe HDL- („gute“) Cholesterinwerte und ein gesundes Triglyceridprofil.
Ihre Langlebigkeit wurde durch lebenslange Gewohnheiten unterstützt: regelmäßige Bewegung, Vermeidung von Alkohol und Rauchen sowie die Pflege eines aktiven sozialen Lebens. Auch die Ernährung spielte eine entscheidende Rolle. Maria war besonders fond von Joghurt – insbesondere der spanischen Marke La Fageda, die reich an Probiotika mit entzündungshemmenden Eigenschaften ist. Ihre Morgen begannen oft mit einem Smoothie aus acht verschiedenen Cerealien, was eine nährstoffreiche, ausgewogene Ernährung widerspiegelt.
Wissenschaftler beobachteten auch einzigartige Merkmale in ihren Telomeren – den schützenden Kappen auf Chromosomen. Während kurze Telomere oft mit Alterung und Krankheiten in Verbindung gebracht werden, deutete Marias Fall darauf hin, dass sie eine schützende Rolle spielen könnten, sogar das Wachstum von Krebszellen im extremen Alter begrenzen könnten.
Die Studie, geleitet von den Epigenetikern Eloy Santos-Pujol und Aleix Noguera-Castells, kam zu dem Schluss:

„Aus diesem außergewöhnlichen Fall sehen wir, dass hohes Alter nicht zwangsläufig schlechte Gesundheit bedeutet.“
Genetik und Lebensstil: Eine ausgewogene Formel
Dr. Esteller fasste die wichtigste Erkenntnis zusammen: „Extreme Langlebigkeit resultiert aus einer Kombination aus vererbten Genen und Lebensstilentscheidungen – ungefähr fifty-fifty. Beide Elemente arbeiten zusammen, um ein langes, gesundes Leben zu unterstützen.“
Ihr Erbe und ihre Lehren
Maria wurde die älteste lebende Person der Welt, nachdem die französische Nonne Schwester André 2023 verstorben war, und hielt diesen Titel bis zu ihrem Tod am 19. August 2024 mit 117 Jahren und 168 Tagen. Bemerkenswerterweise wurde sie auch die älteste bekannte Person, die sich im März 2020 von COVID-19 erholte, und sprach öffentlich über die Notwendigkeit, die älteren Menschen zu respektieren und zu pflegen:
„Ältere Menschen werden in unserer Gesellschaft oft vergessen. Sie haben ihr Leben gegeben, um eine bessere Welt aufzubauen, und verdienen dafür mehr.“
Marias Leben in Katalonien, umgeben von ihrer Familie, umfasste die Erziehung von drei Kindern und das Hinterlassen von 11 Enkeln und 13 Urenkeln. Sie teilte die Gewohnheiten, von denen sie glaubte, dass sie zu ihrer Langlebigkeit beigetragen haben:
„Ordnung, Ruhe, starke Verbindungen zu Familie und Freunden, Zeit in der Natur, emotionale Stabilität, keine Reue, Positivität und das Vermeiden von toxischen Menschen.“
Selbst einfache tägliche Rituale – wie der Genuss von probiotischem Joghurt – könnten dazu beigetragen haben, einen gesunden Darm und das allgemeine Wohlbefinden aufrechtzuerhalten.
Ein Plan für zukünftige Generationen
Das Leben von Maria Branyas Morera zeigt, dass Altern nicht zwangsläufig einen Rückgang der Gesundheit bedeuten muss. Ihre Kombination aus robuster Genetik, bewussten Lebensstilentscheidungen, sozialer Engagement und mentaler Resilienz bietet Inspiration und Orientierung. Für Wissenschaftler und gewöhnliche Menschen gleichermaßen bietet ihre Geschichte einen Einblick in die Möglichkeiten, nicht nur ein langes Leben, sondern auch ein lebendiges, gesundes Leben zu führen.
Ihre DNA und Lebensgewohnheiten könnten wertvolle Lektionen für die Verlängerung gesunder menschlicher Lebensspannen enthalten, was ihr Leben sowohl außergewöhnlich als auch potenziell transformativ für zukünftige Forschungen macht.