Moderations‑Ikone und Sängerin Ina Müller, die seit über 15 Jahren mit ihrer kultigen Sendung „Inas Nacht“ Abend für Abend Zuschauer begeistert, hat nun einen unfreiwillig ernsten Blick hinter die Kulissen ihrer Karriere gewährt. In der neuesten Folge des Podcasts „Frühstück bei Barbara“ plauderte die 60‑jährige Entertainerin mit Moderatorin Barbara Schöneberger über ihre Anfänge als Interviewerin – und brachte dabei Erinnerungen an einen ihrer härtesten TV‑Momente ans Licht.
In ihrer gewohnt ehrlichen, norddeutschen Art gestand Müller, dass sie zu Beginn ihrer journalistischen Laufbahn keineswegs die Frau war, die heute mit scharfsinnigen Fragen und trockenen Wortwitzen glänzt. Besonders ein Interview in der „NDR Talk Show“ sei für sie traumatisch gewesen – und zwar ganz im wörtlichen Sinne.
Damals war sie gemeinsam mit den Moderatoren Jörg Pilawa und Julia Westlake im Studio, um den deutschen Schauspieler Til Schweiger zu empfangen, der über seinen neuesten Film sprechen sollte. Wie Müller berichtet, wurde ihr im Vorfeld schlichtweg nicht gesagt, dass Schweiger nicht über persönliche Themen sprechen wolle. Ohne dieses entscheidende Detail ausgestattet, stellte sie Fragen zu seinem Familienleben, die der Bestseller‑Darsteller allesamt kommentarlos abblitzen ließ.
„Ich glaube, ich habe mich noch nie so verzweifelt gefühlt“, sagte Müller im Podcast mit hörbarer Betroffenheit. Sie habe sich wie „ein armes, alleingelassenes Vögelchen“ gefühlt, das im Studio ohne Rettungsleine saß, während Schweiger eisern schweigte. Schon nach nur sieben Minuten sei das Interview beendet gewesen – ein Moment, den die spätere Talkshow‑Queen lieber aus ihrem Gedächtnis tilgen würde.
Die Erinnerung an den peinlichen TV‑Auftritt hat bei Müller eine nachhaltige Wirkung hinterlassen. Offen spricht sie darüber, wie frustriert sie damals reagierte, ihre Interviewkarten vielleicht „zu aggressiv“ auf den Tisch geschleudert habe und dass sie den entsprechenden Sendungsausschnitt bis heute nicht einmal ansehen konnte.

Barbara Schöneberger reagierte im Podcast auf diese Offenbarung einerseits amüsiert, andererseits mit großem Verständnis für die Kollegin. Denn auch erfahrene Moderatoren kennen das Gefühl, wenn ein Gesprächspartner blockiert oder kurz angebunden ist – und wie lähmend das für den, der die Fragen stellt, sein kann.
Heute, sagt Müller, gehe sie mit solchen Situationen deutlich gelassener um. Sie habe gelernt, mit holprigen Gesprächen souverän umzugehen. Doch ihr früherer Fehltritt mit Schweiger bleibt eine der seltenen Anekdoten, in denen die sonst so selbstbewusste Powerfrau ihre verletzliche Seite zeigt.
