Der deutsche Schauspieler, Sänger, Regisseur und Synchronsprecher Volker Lechtenbrink ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Der vielseitige Künstler, der über Jahrzehnte hinweg zu den prägenden Gesichtern des deutschen Films und Fernsehens gehörte, starb am 22. November 2021 im Kreise seiner Familie in Hamburg nach einer langen und schweren Krankheit, wie aus offiziellen Meldungen aus der Zeit seines Todes hervorgeht.
Geboren wurde Volker Lechtenbrink am 18. August 1944 in Cranz, Ostpreußen – heute Zelenogradsk in Russland – und wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg in Bremen und Hamburg auf. Schon früh zeigte sich sein Talent: Bereits im Alter von nur 14 Jahren gab er 1959 in Bernhard Wickis legendärem Antikriegsfilm Die Brücke sein Kinofilm-Debüt, das ihm als Jugendlicher erste nationale Aufmerksamkeit einbrachte.

Lechtenbrinks Karriere war von erstaunlicher Vielfalt: Er spielte in unzähligen Fernsehserien, Filmen und auf der Theaterbühne Rollen, die vom ernsten Charakter bis zur eindringlichen Sprechrolle reichten. Zu seinen bekannten Fernsehauftritten zählen Engagements in Krimi-Klassikern wie Derrick, Ein Fall für zwei oder Der Alte. Er war zudem auf großen Bühnen präsent und stand auch als Regisseur hinter den Kulissen.
Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler machte sich Lechtenbrink auch als Sänger und Musiker einen Namen: Seine markante, sonore Stimme prägte zahlreiche Hörspiele und Songs, und er arbeitete zudem als Texter und Interpret eigener Werke – etwa in der Musikszene der 1970er Jahre. Daneben verlieh er auch internationalen Stars in der deutschen Fassung von Filmen und Serien seine Stimme als Synchronsprecher, was ihn in ganz unterschiedlichen Bereichen der Unterhaltungswelt unvergesslich machte.
Auch hinter den Kulissen war Lechtenbrink aktiv: Er arbeitete als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele und leitete später das Hamburger Ernst-Deutsch-Theater, wo er zudem als Regisseur fungierte und zudem junge Talente förderte. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen unter anderem der Rolf-Mares-Preis und die Biermann-Ratjen-Medaille der Stadt Hamburg, mit der er für sein Lebenswerk geehrt wurde.
Bis zu seinem Tod blieb Volker Lechtenbrink dem Theater und Film eng verbunden und hinterließ eine breite Spur künstlerischer Arbeit, die viele Generationen von Zuschauern und Kolleginnen und Kollegen beeindruckt hat. Sein Tod wurde seinerzeit von Fans, Weggefährten und der Kulturszene als großer Verlust empfunden, denn er war ein Mann, der mit Intensität, Persönlichkeit und einer unverwechselbaren Stimme das deutsche Unterhaltungs- und Theaterleben über Jahrzehnte bereichert hat.