Hinter den Kulissen der deutschen Popgeschichte brodelt es gewaltig, denn ein jahrzehntealtes Geheimnis kommt nun mit aller Wucht ans Tageslicht. Schlager-Rebell Nino de Angelo hat in einem hochemotionalen Rundumschlag gnadenlos mit keinem Geringeren als Pop-Titan Dieter Bohlen abgerechnet. Dabei schonte der „Jenseits von Eden“-Sänger den DSDS-Chefjuror absolut gar nicht und bezeichnete ihn völlig ungeniert als einen extrem geizigen Hund. Der Grund für diese heftige Wutrede liegt weit in der Vergangenheit und betrifft den gigantischen, weltweiten Erfolg des legendären Duos Modern Talking.

Nino de Angelo lüftete nun das pikante Geheimnis, warum er damals im Studio aushelfen musste, um den unverwechselbaren Sound der Band zu retten. Während Dieter Bohlen und Thomas Anders vor den Kameras im Rampenlicht standen und Millionen scheffelten, wurde im Tonstudio offenbar an allen Ecken und Enden gespart. Nino de Angelo verriet völlig fassungslos, dass der Pop-Titan damals einfach viel zu knauserig gewesen sei, um professionelle Studio-Sänger für die extrem hohen, engelsgleichen Chöre der Modern-Talking-Hits angemessen zu bezahlen. Stattdessen musste der Schlagerstar selbst einspringen, um den weltberühmten Refrains den nötigen Glanz zu verleihen.
Für Nino de Angelo ist das Verhalten von Bohlen bis heute ein absolutes Unding. Der Sänger erinnert sich mit einer Mischung aus Zorn und bitterem Amüsement an die damalige Zeit zurück, als der Geiz des Musikproduzenten skurrile Blüten trieb. Obwohl die Plattenverkäufe von Modern Talking durch die Decke gingen und die Kassen unaufhörlich klingelten, habe Bohlen jeden Pfennig dreimal umgedreht, wenn es darum ging, die wahren Stimmen hinter dem Erfolg zu entlohnen. Nino de Angelo fühlt sich und die anderen Studio-Kollegen im Nachhinein regelrecht ausgenutzt, da ihr maßgeblicher Beitrag zum Welterfolg der Band stets im Verborgenen gehalten und finanziell extrem kleingehalten wurde.

Diese unzensierten Enthüllungen werfen ein völlig neues, extrem düsteres Licht auf das scheinbar makellose Erbe von Modern Talking. Während Thomas Anders und Dieter Bohlen bis heute als die großen Pop-Ikonen der Achtziger gefeiert werden, zeigt das ehrliche Geständnis von Nino de Angelo einmal mehr, wie eisig und berechnend es im Musikgeschäft hinter den Kulissen wirklich zuging. Die Fronten zwischen den Schlager-Größen dürften nach dieser verbalen Attacke endgültig verhärtet sein, denn eine solche Demütigung wird der stolze Pop-Titan Dieter Bohlen mit Sicherheit nicht so einfach auf sich sitzen lassen.