Bud Bundy ist kaum wiederzuerkennen: Was wurde aus David Faustino nach „Eine schrecklich nette Familie“?

Für Millionen Fernsehzuschauer war David Faustino in den 90er-Jahren einfach Bud Bundy. Der freche Sohn von Al Bundy, der ständig auf der Suche nach Mädchen war, bessere Noten als seine Schwester Kelly hatte und in der berühmten Familien-Sitcom für jede Menge Chaos sorgte. Heute ist der Schauspieler 51 Jahre alt – und sein Leben könnte kaum weiter von dem entfernt sein, was Fans damals auf dem Bildschirm sahen.

Wer David Faustino heute in Los Angeles begegnen würde, würde vermutlich nicht sofort erkennen, dass er einmal einer der bekanntesten Teenie-Stars des US-Fernsehens war. Statt großer Hollywood-Auftritte zeigt er sich inzwischen ganz entspannt im Alltag. BILD veröffentlichte aktuelle Aufnahmen des Schauspielers bei einem Spaziergang mit seinen Hunden. Von Glamour keine Spur: lässige Kleidung, ein deutlich sichtbares Bäuchlein und ein ruhiger Alltag prägen das Bild.

Doch genau das scheint Faustino heute zu genießen.

Sein Leben dreht sich längst nicht mehr darum, ständig vor Kameras zu stehen. Der Schauspieler hat sich weitgehend aus dem klassischen Fernsehgeschäft zurückgezogen und lebt mit seiner Familie vergleichsweise zurückgezogen in Los Angeles.

Dabei begann seine Karriere schon als Kind.

David Faustino wurde 1974 in Los Angeles geboren und stand bereits früh vor der Kamera. Schon als Jugendlicher sammelte er Erfahrungen in verschiedenen Fernsehproduktionen. Doch seine große Chance kam mit einer Rolle, die sein Leben für immer verändern sollte.

Als Budrick „Bud“ Bundy wurde er Teil einer Familie, die in Deutschland unter dem Titel „Eine schrecklich nette Familie“ Kultstatus erreichte.

Die Serie lief in den USA von 1987 bis 1997 und kam ab 1992 ins deutsche Fernsehen. Insgesamt entstanden elf Staffeln mit 259 Episoden.

Faustino war zwischen 1992 und 1997 als Bud Bundy zu sehen. Gemeinsam mit Ed O’Neill als Al Bundy, Katey Sagal als Peggy und Christina Applegate als Kelly bildete er eine der bekanntesten TV-Familien jener Zeit.

Die Rollen waren denkbar unterschiedlich.

Al Bundy war der ständig frustrierte Familienvater. Peggy sorgte für ihre ganz eigenen Probleme. Kelly wurde als attraktive, nicht unbedingt besonders helle Tochter dargestellt. Und Bud war der Junge, der unbedingt erwachsen wirken wollte, dabei aber immer wieder in peinliche Situationen geriet.

Für David Faustino bedeutete die Serie den Durchbruch.

Doch ein solcher Erfolg kann gleichzeitig zum Problem werden.

Wenn ein Schauspieler jahrelang dieselbe Figur verkörpert, fällt es dem Publikum schwer, ihn später von dieser Rolle zu trennen. Bei Faustino war das besonders deutlich. Für viele Zuschauer blieb er Bud Bundy – selbst dann, als aus dem Teenager längst ein erwachsener Mann geworden war.

Nach dem Ende der Serie versuchte Faustino deshalb, sich beruflich weiterzuentwickeln.

Er übernahm kleinere Rollen und war unter anderem in „Bones – Die Knochenjägerin“ und „Modern Family“ zu sehen. Doch der ganz große Nachfolgeerfolg blieb aus.

Während andere ehemalige Kinder- und Teenie-Stars weiterhin große Filmrollen bekamen, wurde es um Faustino zunehmend ruhiger.

Seit 2016 spielte er laut BILD in keinem Kinofilm mehr mit. Seit 2017 stand er nicht mehr regelmäßig für eine Serie vor der Kamera. Stattdessen arbeitete er unter anderem als Synchronsprecher.

Doch wer daraus schließen würde, dass Faustino seine Karriere einfach aufgegeben hat, würde zu kurz greifen.

Er hat seine Interessen verlagert.

Heute beschäftigt er sich unter anderem mit Musik und produziert Musik für das Radio. Außerdem steht er gerne am DJ-Pult.

Es ist ein Leben, das deutlich weniger spektakulär aussieht als das eines typischen Hollywoodstars.

Und vielleicht ist genau das der Punkt.

Faustino scheint nicht mehr unbedingt nach dem nächsten großen Ruhm zu suchen.

Stattdessen genießt er sein Familienleben.

Der Schauspieler ist inzwischen verheiratet. Mit seiner zweiten Ehefrau Lindsay lebt er zurückgezogen in Los Angeles. Das Paar hat zwei Kinder: Tochter Ava und Sohn Cassius.

Damit hat sich das Leben des ehemaligen Serien-Sohnes in eine Richtung entwickelt, die seine Fans aus den 90er-Jahren wahrscheinlich kaum erwartet hätten.

Bud Bundy war ständig auf der Jagd nach Mädchen.

David Faustino dagegen lebt heute als Familienvater.

Und auch äußerlich hat sich der Schauspieler verändert.

Das berühmte Gesicht des jungen Bud Bundy ist natürlich noch zu erkennen, doch der schlanke Teenager von damals ist verschwunden. BILD beschreibt seinen heutigen Auftritt als ausgesprochen normal und sympathisch. Sein Bäuchlein trägt Faustino dabei offenbar ohne großen Versuch, es zu verstecken.

Gerade das macht die aktuellen Bilder so interessant.

Hollywoodstars präsentieren sich normalerweise perfekt gestylt. Jeder Auftritt wird vorbereitet, Kleidung und Frisur werden ausgewählt, Fotos werden sorgfältig inszeniert.

Faustino zeigt dagegen einen ganz anderen Alltag.

Er geht mit seinen Hunden spazieren.

Er trägt bequeme Kleidung.

Er lebt offenbar ein ruhiges Familienleben.

Und er scheint mit seinem heutigen Aussehen zufrieden zu sein.

Das ist vielleicht eine der größten Veränderungen seit seiner Zeit als Bud Bundy.

Damals wurde sein Aussehen noch von der Rolle bestimmt.

Heute muss er niemandem mehr beweisen, dass er der coolste Junge im Fernsehen ist.

Auch die Beziehung zu seinen früheren Kollegen sorgt immer wieder für nostalgische Gefühle.

Christina Applegate, die in der Serie seine Schwester Kelly spielte, blieb ebenfalls eng mit den Erinnerungen an die Kultserie verbunden. Ihr Lebensweg nahm allerdings eine völlig andere Richtung. 2021 machte sie öffentlich, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt ist.

Für Fans der Serie ist es deshalb besonders bewegend, die ehemaligen Darsteller heute zu sehen.

Ed O’Neill ist längst ein etablierter Schauspieler geblieben. Katey Sagal arbeitet weiterhin erfolgreich. Christina Applegate musste sich mit einer schweren gesundheitlichen Situation auseinandersetzen.

Und David Faustino?

Er hat sich für einen wesentlich ruhigeren Weg entschieden.

Dabei gab es immer wieder Spekulationen über eine mögliche Rückkehr von „Eine schrecklich nette Familie“. Eine Neuauflage wurde jedoch nie umgesetzt, auch wenn entsprechende Gerüchte immer wieder auftauchten.

Für viele Fans wäre ein Wiedersehen mit der Familie Bundy dennoch ein Traum.

Denn die Serie hat eine ganze Generation geprägt.

Wer damals vor dem Fernseher saß, erinnert sich an die chaotische Familie, an Al Bundys berühmtes Sofa, an Peggys besondere Art und natürlich an die beiden Kinder Kelly und Bud.

Doch hinter den Figuren standen echte Menschen, deren Leben nach dem Serienende ganz unterschiedliche Wege nahm.

David Faustino hat dabei etwas geschafft, das in Hollywood keineswegs selbstverständlich ist.

Er hat sich aus dem ständigen Rampenlicht zurückgezogen, ohne seine Vergangenheit zu verleugnen.

Er ist weiterhin kreativ.

Er arbeitet mit Musik.

Er tritt als DJ auf.

Und vor allem scheint er sein Privatleben zu genießen.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum die aktuellen Bilder so sympathisch wirken.

Kein perfektes Hollywood-Lächeln.

Kein durchtrainierter Körper.

Keine luxuriöse Inszenierung.

Stattdessen ein 51-jähriger Mann beim Spaziergang mit seinen Hunden.

Ein Familienvater.

Ein Musiker.

Und ein ehemaliger Kinderstar, der offenbar seinen eigenen Rhythmus gefunden hat.

Die vielleicht interessanteste Wendung seiner Geschichte kommt deshalb erst am Ende.

Denn viele Fans dürften sich fragen, warum sie David Faustino schon so lange nicht mehr in einer großen TV-Rolle gesehen haben.

Die Antwort ist weniger dramatisch, als man vielleicht erwarten würde.

Bud Bundy ist nicht verschwunden, weil David Faustino seine Karriere aufgeben musste. Er hat sich bewusst in ein wesentlich ruhigeres Leben zurückgezogen. Große Schauspielrollen sind seit Jahren selten, stattdessen widmet er sich Musik, Radio und DJ-Auftritten und lebt mit seiner Frau Lindsay und den beiden Kindern Ava und Cassius zurückgezogen in Los Angeles. Und genau deshalb wirkt der einstige Teenie-Star heute so anders: Aus dem frechen Bud Bundy ist ein entspannter Familienvater geworden, der offenbar nicht mehr Hollywoods Rampenlicht braucht, um glücklich zu sein.