Markus Söder plötzlich als Elvis Presley – doch die größte Aufmerksamkeit galt nicht dem weißen Bühnen-Outfit

Als Markus Söder die Bühne betrat, war sofort klar: Dieser Auftritt würde nicht ganz gewöhnlich werden. Der bayerische Ministerpräsident erschien zur traditionellen Fernsehsendung „Fastnacht in Franken“ in einer Verkleidung, die man von ihm durchaus erwarten konnte – und gleichzeitig irgendwie nicht.

An diesem Abend wollte Söder nicht einfach nur als Politiker auftreten.

Er wollte Elvis Presley sein.

Mit weißem Outfit, dunkler Sonnenbrille und schwarzer Elvis-Perücke verwandelte sich der bayerische Ministerpräsident für die Livesendung in den „King of Rock’n’Roll“. An seiner Seite war seine Ehefrau Karin Baumüller-Söder. Die Bilder seines Auftritts teilte Söder anschließend auch mit seinen Followern auf Instagram.

Doch während zunächst vor allem das auffällige Kostüm ins Auge fiel, dauerte es nicht lange, bis ein ganz anderes Detail zum Gesprächsthema wurde.

Denn für seine Verwandlung hatte Markus Söder offenbar zu einer Maßnahme gegriffen, die bei ihm besonders auffällig war.

Sein Bart war verschwunden.

Für einen Politiker, dessen Erscheinungsbild seit Jahren eng mit seinem markanten Bart verbunden ist, war diese Veränderung kaum zu übersehen. Und genau deshalb konzentrierten sich zahlreiche Reaktionen in den sozialen Netzwerken nicht nur auf das Elvis-Kostüm, sondern vor allem auf das Gesicht des Politikers.

Plötzlich wurde aus der Frage „Wie sieht Söder als Elvis aus?“ eine ganz andere Frage:

Wie sieht Markus Söder eigentlich ohne seinen Bart aus?

Die Reaktionen darauf fielen unterschiedlich aus.

Einige Follower begrüßten die Rasur ausdrücklich. Andere konnten sich mit dem ungewohnten Anblick überhaupt nicht anfreunden. In den Kommentaren fanden sich sowohl Stimmen, die sich über den fehlenden Bart freuten, als auch solche, die erklärten, Söder sehe ohne ihn sehr ungewohnt aus und solle ihn möglichst schnell wieder wachsen lassen.

Damit hatte das Kostüm plötzlich eine eigene Geschichte bekommen.

Denn Söder hatte nicht einfach nur eine Perücke aufgesetzt und eine Sonnenbrille getragen. Für die gewünschte Elvis-Verwandlung musste offenbar tatsächlich sein Bart weichen.

Und genau dieses Detail machte den Auftritt für viele Zuschauer noch interessanter.

Dabei ist eine auffällige Verkleidung bei Markus Söder keineswegs etwas völlig Neues. Bei der „Fastnacht in Franken“ sorgt sein Auftritt regelmäßig für Aufmerksamkeit. In früheren Jahren schlüpfte er unter anderem in die Rollen von Gandalf, einem Punker, einer Drag Queen, Shrek oder Homer Simpson.

Der diesjährige Elvis-Auftritt passte deshalb durchaus zu einer Tradition.

Doch diesmal gab es einen persönlichen Grund für die Wahl.

Söder erklärte in den sozialen Medien, dass er bereits seit seiner Jugend ein großer Elvis-Fan sei. Schon lange habe er den Wunsch gehabt, bei der Veranstaltung in Veitshöchheim einmal als Elvis aufzutreten. Nun wurde dieser Wunsch Realität.

Für den Auftritt wurde entsprechend nichts dem Zufall überlassen.

Das weiße Kostüm erinnerte an die berühmten Bühnenoutfits des amerikanischen Musikers. Dazu kamen die Sonnenbrille und die typische Frisur. Zusammen sollte daraus eine möglichst deutliche Anspielung auf den „King of Rock’n’Roll“ entstehen.

Doch gerade weil das Kostüm so auffällig war, fiel vielen Zuschauern zunächst gar nicht auf, welche Veränderung dafür nötig gewesen war.

Der Bart.

Markus Söder selbst machte daraus sogar einen kleinen Teil seiner Vorbereitung. Noch vor dem Auftritt veröffentlichte er ein Foto eines Rasierers und schrieb dazu, dass der Bart für die Verwandlung ab müsse. Gleichzeitig beruhigte er seine Anhänger bereits: Nach dem Auftritt in Veitshöchheim wolle er ihn wieder wachsen lassen.

Damit war klar: Die Veränderung sollte nicht dauerhaft sein.

Und trotzdem sorgte sie für erstaunlich viel Gesprächsstoff.

Denn ein Bart kann bei einem bekannten Gesicht fast wie ein Markenzeichen wirken. Wenn er plötzlich verschwindet, verändert sich der gesamte Eindruck. Selbst wenn Frisur, Kleidung und Sonnenbrille gleich bleiben, wirkt das Gesicht sofort anders.

Genau das konnten die Zuschauer an diesem Abend beobachten.

Während Söder auf der Bühne als Elvis auftrat, diskutierten Menschen online darüber, ob ihnen der neue Look gefiel. Einige begrüßten den glatt rasierten Söder, andere warteten offenbar bereits darauf, dass sein gewohntes Erscheinungsbild zurückkehren würde.

Interessant war außerdem, dass Söder nicht alleine in die Welt des Entertainments eintauchte.

Seine Ehefrau Karin Baumüller-Söder begleitete ihn bei der Veranstaltung. Gemeinsam erschienen sie bei der Livesendung, die traditionell zu den großen Faschingsereignissen in Franken gehört.

Söder selbst zeigte sich begeistert von dem Abend. Auf Instagram beschrieb er die Veranstaltung als einen besonderen Abend mit großartigen Künstlern, auffälligen Kostümen und guter Stimmung.

Für das Publikum war es zugleich eine Gelegenheit, den Politiker einmal völlig außerhalb seines üblichen politischen Umfelds zu sehen.

Keine Pressekonferenz.

Keine politische Debatte.

Keine ernste Ansprache.

Stattdessen ein weißes Elvis-Kostüm, Sonnenbrille und eine ungewöhnliche Frisur.

Und genau darin lag vermutlich auch der Reiz des Auftritts.

Denn Markus Söder hatte bereits mehrfach gezeigt, dass er bei der „Fastnacht in Franken“ bereit ist, sich selbst auf ungewöhnliche Weise darzustellen. Die Kostüme gehören inzwischen zu den Momenten, auf die viele Zuschauer gespannt warten.

Dieses Mal war jedoch nicht nur die Figur interessant.

Es war die komplette Verwandlung.

Ein Politiker, den man normalerweise mit seinem gewohnten Erscheinungsbild kennt, erschien plötzlich mit einem völlig anderen Look. Und je länger die Bilder betrachtet wurden, desto stärker rückte ein bestimmtes Detail in den Mittelpunkt.

Nicht die Sonnenbrille.

Nicht die Perücke.

Nicht einmal das auffällige weiße Outfit.

Sondern das Gesicht darunter.

Denn erst ohne den Bart wurde deutlich, wie stark dieses kleine Detail den bekannten Look von Markus Söder verändert.

Und genau hier kam die überraschende Wendung der Geschichte.

Der Bart war tatsächlich für den Elvis-Auftritt abrasiert worden. Markus Söder selbst bestätigte, dass er sich für die Verwandlung von seinem Markenzeichen getrennt hatte – allerdings nur vorübergehend. Nach der Fastnachtsveranstaltung wollte er ihn wieder wachsen lassen.

Damit war das Rätsel um den ungewohnten Anblick gelöst.

Der ungewöhnliche Markus Söder, den die Zuschauer an diesem Abend sahen, war also nicht das Ergebnis einer dauerhaften Veränderung. Es war Teil einer sorgfältig geplanten Elvis-Verwandlung – und offenbar der Preis dafür, möglichst überzeugend als „King of Rock’n’Roll“ aufzutreten.

Am Ende blieb deshalb nicht nur ein auffälliges Faschingskostüm in Erinnerung.

Es blieb vor allem ein ungewohnter Anblick eines bekannten Gesichts.

Und während einige Zuschauer offenbar hofften, dass der neue Look länger bleiben könnte, war für Söder selbst bereits klar: Der Elvis bleibt eine Rolle – und der Bart kommt zurück.