Bruno Kramm steht noch auf der Bühne – kurz danach ist er tot: Die letzten Stunden der Gothic-Legende

Noch wenige Stunden zuvor stand Bruno Kramm auf der Bühne. Musik, Licht, Publikum – alles schien wie gewohnt. Gemeinsam mit seinem langjährigen Bandkollegen Stefan Ackermann trat der Musiker im spanischen Granada auf. Es war ein weiterer Abend für eine Band, die seit Jahrzehnten eng mit der deutschen Gothic- und Dark-Wave-Szene verbunden ist.

Doch diesmal sollte der Abend anders enden.

Bruno Kramm, Mitbegründer der Band Das Ich, ist im Alter von nur 58 Jahren gestorben. Die Nachricht traf Fans und Weggefährten völlig unerwartet. Denn nach bisherigen Angaben gab es zuvor keine öffentlich bekannten Anzeichen für eine lebensbedrohliche Erkrankung.

Was zunächst wie ein ganz normaler Konzertabend begonnen hatte, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem dramatischen Notfall.

Kramm war nicht nur Musiker. Über Jahrzehnte war er eine der prägenden Persönlichkeiten einer Szene, die ihre eigene Ästhetik, ihre eigene Sprache und ihren eigenen Sound entwickelte. Seine Band Das Ich wurde Ende der 1980er-Jahre gegründet und gehörte später zu den bekannten Vertretern der sogenannten „Neuen Deutschen Todeskunst“.

Für viele Fans war Kramm deshalb weit mehr als ein Keyboarder.

Er war Komponist, Produzent, Klanggestalter und ein Musiker mit einem unverwechselbaren Erscheinungsbild.

Seine aufwendig gestylten, hornartigen Haare gehörten ebenso zu seinem Markenzeichen wie die düstere Musik von Das Ich. Die Band verband Elemente aus Gothic, Dark Wave und Industrial und entwickelte daraus einen charakteristischen Stil, der ihr über Jahrzehnte eine treue Fangemeinde sicherte.

Kramms musikalischer Weg begann bereits lange vor dem aktuellen Konzert in Granada.

Er und Stefan Ackermann lernten sich 1986 in Bayreuth kennen. Zunächst musizierten sie gemeinsam bei Dying Moments. Wenige Jahre später entstand Das Ich.

Damit begann eine Zusammenarbeit, die mehrere Jahrzehnte dauern sollte.

Die Band veröffentlichte zahlreiche Alben und wurde zu einem wichtigen Namen der Schwarzen Szene. Kramm prägte dabei den musikalischen Charakter der Gruppe nicht nur an den Keyboards. Als Komponist und Produzent war er maßgeblich an ihrem Sound beteiligt.

Auch international fand Das Ich ein großes Publikum.

Die Gruppe trat in verschiedenen Ländern auf und wurde besonders in der europäischen und südamerikanischen Gothic-Szene bekannt.

Noch im vergangenen Jahr erschien mit „Fanal“ ein neues Studioalbum.

Und auch 2026 ging es für Kramm weiter auf die Bühne.

Der Auftritt in Granada sollte eigentlich ein weiterer Termin in seinem Konzertkalender sein.

Niemand im Publikum konnte ahnen, dass es einer seiner letzten Auftritte überhaupt sein würde.

Der Konzertabend begann offenbar ohne besondere Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmen könnte.

Kramm stand gemeinsam mit Stefan Ackermann auf der Bühne. Die beiden Musiker hatten Das Ich über Jahrzehnte geprägt und waren für viele Fans untrennbar mit der Geschichte der Band verbunden.

Nach dem Konzert änderte sich jedoch alles.

Kramm zog sich in die Räumlichkeiten des Veranstaltungsortes zurück.

Und dort kam es plötzlich zu einem medizinischen Notfall.

Was genau passiert war, ist bislang nicht vollständig geklärt.

Fest steht jedoch: Rettungskräfte wurden alarmiert.

Auch die Polizei rückte zum Veranstaltungsort aus.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie den Musiker bewusstlos vor. Die Helfer versuchten, sein Leben zu retten – doch sie konnten nichts mehr für ihn tun. Der Tod des 58-Jährigen wurde anschließend von den Rettungskräften bestätigt.

Die Nachricht verbreitete sich anschließend schnell.

Für Fans der Schwarzen Szene war sie kaum zu glauben.

Denn nur kurze Zeit zuvor hatte Bruno Kramm noch auf der Bühne gestanden.

Seine Band spielte.

Das Publikum war da.

Und Kramm war mitten in dem Leben, das er seit Jahrzehnten geführt hatte.

Dann kam der plötzliche Zusammenbruch.

Besonders erschütternd ist, dass nach bisherigen Berichten keine bekannte lebensbedrohliche Erkrankung vorausgegangen war. BILD berichtet, Kramm habe als gesund gegolten.

Gerade deshalb bleibt für viele Menschen eine zentrale Frage offen:

Was ist in diesen wenigen Stunden tatsächlich passiert?

Eine endgültige Antwort darauf gibt es derzeit noch nicht.

Die genaue Todesursache wurde bislang nicht öffentlich bekannt gegeben. Spanische Behörden sollen zunächst von einem natürlichen Tod ausgegangen sein; nach den vorliegenden Berichten wurde keine kriminalpolizeiliche Untersuchung eingeleitet. Andere Berichte sprechen lediglich von einem medizinischen Notfall und betonen, dass die genaue Ursache weiterhin ungeklärt ist.

Damit bleibt vieles offen.

Und genau diese Ungewissheit macht den plötzlichen Tod für Fans und Weggefährten noch schwerer zu begreifen.

Denn Bruno Kramm war nicht jemand, der sich langsam aus der Musik zurückgezogen hatte.

Er arbeitete weiter.

Er stand weiter auf der Bühne.

Er war weiterhin kreativ tätig.

Und er hatte gemeinsam mit Das Ich noch im vergangenen Jahr neue Musik veröffentlicht.

Auch außerhalb der Band hatte Kramm großen Einfluss. Mit seinem Label Danse Macabre Records unterstützte er zahlreiche Künstler aus den Bereichen Gothic, Electro und Dark Wave. Damit prägte er die Szene nicht nur als Musiker, sondern auch als Produzent und Förderer anderer Künstler.

Nun ist diese lange Karriere plötzlich zu Ende.

Die Reaktionen aus der Szene zeigen, welche Lücke sein Tod hinterlässt.

Sven Hegewald, der eng mit Kramm und Das Ich verbunden war, schrieb, mit Bruno sei ein großer Teil der Szene und zugleich ein wichtiger Teil seiner eigenen Lebensgeschichte gegangen. Auch internationale Musiker reagierten bestürzt auf die Nachricht.

Dabei wird immer wieder ein Aspekt hervorgehoben: Kramm war nicht nur ein außergewöhnlicher Musiker, sondern auch eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte Menschen miteinander verband.

Seine Musik brachte eine besondere Welt auf die Bühne.

Dunkel.

Theatralisch.

Elektronisch.

Oft beschäftigte sie sich mit Tod, Vergänglichkeit und existenziellen Fragen.

Und nun ist ausgerechnet einer der Menschen, die diese Themen musikalisch immer wieder aufgegriffen hatten, selbst völlig unerwartet gestorben.

Das macht die Nachricht für viele Fans besonders schwer.

Seine letzten Stunden waren dabei zunächst völlig unspektakulär.

Ein Konzert.

Eine Bühne.

Ein Auftritt mit seinem langjährigen musikalischen Partner.

Danach die Garderobe.

Dann der medizinische Notfall.

Und schließlich Rettungskräfte, die den Musiker nicht mehr retten konnten.

Bruno Kramm wurde nur 58 Jahre alt.

Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder.

Was genau zu seinem Tod führte, bleibt vorerst offen.

Bekannt ist nur, dass Kramm nach dem Konzert in Granada zusammenbrach und die Rettungskräfte nichts mehr für ihn tun konnten.

Die vielleicht bewegendste Tatsache ist deshalb gleichzeitig die einfachste:

Nur wenige Stunden vor seinem Tod stand Bruno Kramm noch auf einer Bühne und machte das, was er mehr als drei Jahrzehnte lang geliebt hatte.

Er spielte Musik.

Vor seinem Publikum.

Gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Stefan Ackermann.

Dann endete dieser Abend völlig unerwartet.

Und mit ihm das Leben eines Musikers, der die deutsche Gothic-Szene über Jahrzehnte mitgeprägt hatte.

Bruno Kramm wurde 58 Jahre alt. Die genaue Todesursache ist bislang nicht bekannt.