Olivia Jones ist eine der auffälligsten Persönlichkeiten der deutschen Unterhaltungswelt. Seit Jahrzehnten kennt man sie mit bunten Perücken, auffälligem Make-up, großen Ohrringen und extravaganten Outfits. Auf der Bühne, im Fernsehen und auf der Hamburger Reeperbahn gehört sie zu den Menschen, die man kaum übersehen kann.
Doch genau das Gesicht, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist, hat sich in diesem Jahr deutlich verändert.
Die 56-Jährige hat sich einer umfangreichen Schönheitsoperation unterzogen. Der Eingriff dauerte rund acht Stunden. Lange sprach Olivia Jones nicht ausführlich darüber. Inzwischen geht sie jedoch offen mit der Veränderung um und zeigt ihren Fans, wie sie heute aussieht.
Dabei erzählt sie nicht nur von dem Ergebnis, sondern auch von den schwierigen Wochen danach.
Acht Stunden im Operationssaal
Bei dem Eingriff wurde ein sogenanntes Deep-Plane-Facelifting durchgeführt. Dabei wird nicht lediglich die Haut gestrafft. Nach Jones‘ Erklärung werden tieferliegende Gewebeschichten und Muskeln angehoben.
Für die Dragqueen war der Eingriff eine bewusste Entscheidung. Besonders störte sie ihr Doppelkinn. Sie erklärte, dass sie aufgrund ihrer Körpergröße häufig von unten fotografiert werde und ihr Gesicht dadurch für sie ungünstig wirkte.
Doch das Facelifting war nicht die einzige Veränderung.
Auch ihre Ohrläppchen wurden verkürzt. Der Grund dafür waren ihre schweren Ohrringe, die über die Jahre deutliche Spuren hinterlassen hatten.
Zusätzlich wurde ihr Kinn mit einem kleinen Implantat neu modelliert.
Damit war die mehrstündige Operation allerdings noch lange nicht vergessen.
Die Zeit danach war alles andere als einfach
Wer die Bilder von Olivia Jones heute sieht, könnte leicht denken, dass die Veränderung ohne größere Schwierigkeiten verlaufen sei.
Doch genau davor möchte die Entertainerin warnen.
Nach dem Eingriff habe ihr Gesicht zeitweise sehr stark auf die Operation reagiert. Jones beschrieb, dass ihr Gesicht während der Heilungsphase jeden Tag anders ausgesehen habe und teilweise verschiedene Farben angenommen habe.
Sie verglich sich sogar mit einem Chamäleon.
Die Genesung sei unangenehm gewesen. Gleichzeitig betont Olivia Jones, dass eine solche Operation immer mit Risiken verbunden sei.
Obwohl sie mit dem Ergebnis zufrieden ist, möchte sie deshalb nicht den Eindruck erwecken, eine solche Behandlung sei eine Kleinigkeit.
Im Gegenteil: Sie spricht ausdrücklich davon, dass man die Risiken nicht unterschätzen sollte.
„Die Mutti hat total durchrenoviert“
Auf Instagram nahm Olivia Jones die Veränderung wie gewohnt mit Humor.
Sie beschrieb ihr neues Aussehen scherzhaft als eine Art komplette Renovierung. Während andere sich ein neues Auto kaufen würden, habe sie eben in ihre eigene „Karosserie“ investiert.
Diese humorvolle Art passt zu Olivia.
Seit Jahren gehört es zu ihrem öffentlichen Image, offen über ihr Aussehen, ihren Körper und auch über Eingriffe zu sprechen.
Sie versucht dabei nicht, den Eindruck zu vermitteln, dass hinter ihrem Erscheinungsbild alles vollkommen natürlich entstanden sei.
Im Gegenteil: Jones macht kein Geheimnis daraus, dass sie bereits früher verschiedene kosmetische und medizinische Eingriffe hatte.
Es war nicht ihre erste Operation
In einem Interview sprach Olivia Jones ungewöhnlich offen darüber, was sie im Laufe der Jahre an ihrem Körper verändern ließ.
Sie berichtete unter anderem von Fettabsaugungen und einer Augenlidoperation. Auch ihre Nase wurde sowohl aus medizinischen als auch aus kosmetischen Gründen behandelt.
Bei ihren Beinen spielten laut Jones ebenfalls medizinische Gründe eine Rolle.
Dazu kommen Botox und das aufwendige Theater-Make-up, das für ihre Bühnenfigur ohnehin eine wichtige Rolle spielt.
Die aktuelle Gesichtsoperation war damit also nicht der erste Eingriff in ihrem Leben.
Allerdings war sie offenbar einer der umfangreichsten.
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Hinter Olivia Jones steckt Oliver Knöbel
Für viele Menschen ist Olivia Jones eine untrennbare Einheit aus Persönlichkeit, Dragfigur und öffentlichem Auftritt.
Doch hinter der berühmten Kunstfigur steht Oliver Knöbel.
Privat tritt er deutlich zurückhaltender auf. Während Olivia Jones auf St. Pauli sofort erkannt wird, kann Oliver Knöbel dort vergleichsweise anonym unterwegs sein.
Diese beiden Seiten gehören seit Jahrzehnten zu seinem Leben.
Als Olivia Jones steht er im Rampenlicht. Als Oliver genießt er nach eigener Aussage die Anonymität.
Genau dieser Kontrast macht seine Geschichte so außergewöhnlich.
Denn die auffällige Dragqueen, die heute vor Millionen Zuschauern auftritt, hat sich ihre Karriere nicht über Nacht aufgebaut.
Vom Außenseiter zum Fernsehstar
Oliver Knöbel wusste bereits in jungen Jahren, dass er im Showgeschäft arbeiten wollte. Schon während seiner Schulzeit trat er als Travestiekünstler auf.
1989 zog er nach Hamburg. Dort begann die Karriere, die ihn schließlich zu einer der bekanntesten Dragqueens Deutschlands machen sollte.
1997 gewann er bei einem internationalen Wettbewerb den Titel „Miss Drag Queen Of The World“.
Danach kamen immer mehr Fernsehauftritte.
Olivia Jones wurde zu einer festen Größe in der deutschen Reality-TV-Welt. Sie nahm am Dschungelcamp teil, moderierte verschiedene Sendungen und ist seit 2022 das Gesicht von „Das große Promi-Büßen“.
Auch 2026 bleibt sie im Fernsehen präsent. Eine neue Staffel der Sendung ist für Herbst angekündigt.
Auch außerhalb des Fernsehens hat sie sich ein eigenes Imperium aufgebaut
Olivia Jones ist längst nicht mehr nur Entertainerin.
Sie betreibt mehrere Lokale auf der Hamburger Reeperbahn und hat sich damit auch als Unternehmerin etabliert.
2026 kam ein weiteres ungewöhnliches Projekt hinzu: „Olivias Dschungel Bar“. Die Bar ist ganz dem bekannten RTL-Dschungelcamp nachempfunden.
Besucher können dort unter anderem Reality-TV-Prüfungen ausprobieren, an Quizveranstaltungen teilnehmen und die Atmosphäre des Dschungelcamps erleben.
Zur Eröffnung kamen zahlreiche bekannte Reality-Stars.
Damit hat Olivia Jones aus ihrer jahrzehntelangen Fernsehkarriere inzwischen ein eigenes kleines Universum geschaffen.
2026 wurde auch ihre Lebensgeschichte erzählt
Das Jahr 2026 brachte für Olivia Jones noch einen ganz anderen Höhepunkt.
Ihre Lebensgeschichte wurde als Biopic verfilmt. Der Film „Olivia“ basiert auf ihrer Autobiografie „Ungeschminkt: Mein schrilles Doppelleben“ und erzählt den Weg von Oliver Knöbel zur bekannten Dragqueen.
Der Film zeigt dabei auch die schwierigen Jahre ihrer Jugend und die Probleme, die sie innerhalb ihrer Familie erleben musste.
Für die Produktion machte Olivia eine ungewöhnliche Ausnahme: Sie ließ die Öffentlichkeit besonders nah an die Person hinter der Kunstfigur heran.
Im September wurde der Film sogar mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Bester Fernsehfilm/Mehrteiler“ ausgezeichnet.
Ein neues Gesicht – aber dieselbe Olivia
So verändert das Gesicht von Olivia Jones nach der achtstündigen Operation heute auch aussehen mag: Ihre Persönlichkeit ist dieselbe geblieben.
Sie steht weiterhin auf der Bühne, moderiert Fernsehsendungen, betreibt ihre Lokale und spricht offen über Themen, über die andere Prominente lieber schweigen.
Gleichzeitig hat sie mit ihrer Offenheit eine wichtige Grenze gezogen.
Sie ist mit dem Ergebnis ihrer Operation zufrieden und sagt sogar, dass sie den Eingriff wieder machen würde. Trotzdem möchte sie nicht, dass Menschen die Risiken unterschätzen.
Vielleicht ist genau das der interessanteste Teil ihrer Geschichte.
Olivia Jones zeigt ihr neues Gesicht – aber sie versucht nicht, die schwierige Zeit dahinter zu verstecken.
Die bunten Kostüme, die hohen Schuhe und das auffällige Make-up bleiben Teil ihrer öffentlichen Figur. Doch unter dieser schillernden Oberfläche zeigt sich eine Frau, die inzwischen offen darüber spricht, wie viel Arbeit, Schmerz und auch Risiko hinter ihrem heutigen Erscheinungsbild steckt.
Und während Millionen Menschen Olivia Jones als schrille Dragqueen kennen, wird 2026 eine andere Seite von ihr sichtbar: die Seite von Oliver Knöbel, der nach Jahrzehnten im Rampenlicht noch immer selbst entscheidet, wie viel von seinem Leben er der Öffentlichkeit zeigen möchte.