Die siamesischen Zwillinge Lupita und Carmen, beide 23, sagten, sie sähen sich als unterschiedliche Menschen, obwohl sie immer unzertrennlich gewesen seien.

Die 23-jährigen siamesischen Zwillinge Lupita und Carmen, die in den Vereinigten Staaten leben, stehen vor besonderen Herausforderungen, da sie trotz getrennter Oberkörper einen gemeinsamen Unterkörper haben. Von Geburt an sagten die Ärzte ihnen keine lange Überlebenschance voraus, doch ihre Mutter ignorierte diese Vorhersagen und verhalf ihren Töchtern zu einem langen und glücklichen Leben.

Trotz ihres Erfolgs haben die Schwestern jedoch mit Problemen im Zusammenhang mit ihrer gemeinsamen Blutung zu kämpfen. Manchmal kommt es dabei zu ungewöhnlichen Situationen, etwa wenn einer trinkt und der andere automatisch betrunken wird. Von Zeit zu Zeit finden sie in dieser Frage Kompromisse, obwohl sie sich früher über diese Besonderheit sehr geärgert haben.

Die Mädchen sind sich darüber im Klaren, dass sie trotz ihrer körperlichen Nähe eigenständige Individuen mit unterschiedlichen Pässen und Versicherungspolicen sind. Jeder von ihnen ist für sich selbst verantwortlich und ihre Gedanken können dank ihrer getrennten Gehirne unterschiedlich sein. Doch ihr Leben birgt auch viele Risiken: Durch die gemeinsame Blutsverwandtschaft können Krankheiten, die einer von ihnen erleidet, auch den anderen betreffen. Und wenn eine Schwester stirbt, wird die andere wahrscheinlich folgen.

Carmen ist seit Kurzem mit einem jungen Mann namens Daniel zusammen. Sie gab ehrlich zu, dass sie mit ihrer Schwester zusammenlebt und ihre Beziehung nicht auf sie beschränkt ist. Daniel störte das nicht und stimmte einem Date mit beiden zu. Aufgrund häufiger Erkrankungen und anatomischer Besonderheiten ist es den Schwestern jedoch nicht möglich, Kinder zu bekommen. Sie nehmen es gelassen hin und genießen ihr Leben.

Die Beziehung zu Daniel ist recht eng, doch an vollwertigen Sex haben sie, wie die Mädchen zugeben, nie gedacht. Sie diskutierten offen über eine mögliche Hochzeit, kamen jedoch bald zu dem Schluss, dass dieser Schritt zu keinen guten Ergebnissen führen würde. Eine der Schwestern macht sich Sorgen, dass sich ihre Schwester nach der Hochzeit überflüssig fühlen könnte.