Boeing 787 mit Ziel London stürzt nach dem Start in Ahmedabad ab. Dutzende Tote befürchtet; ein Überlebender aus Wrack geborgen
Eine Boeing 787 Dreamliner mit 242 Menschen an Bord stürzte kurz nach dem Abheben vom Sardar Vallabhbhai Patel International Airport in Ahmedabad auf dem Weg nach London Gatwick in ein Wohngebiet.
Flug AI171 startete um 10:08 Uhr Ortszeit, verschwand jedoch innerhalb einer Minute vom Radar, da sein Transponder in nur 190 Metern Höhe ausfiel. Kurz darauf stürzte er in ein Gebäude, das als Unterkunft für medizinisches Personal genutzt wurde. Es löste einen Großbrand aus und hinterließ Trümmer in der gesamten Nachbarschaft.
An Bord der Maschine befanden sich laut Air India 169 indische Staatsbürger, 53 britische Staatsbürger, ein Kanadier und sieben Portugiesen. Unter den Passagieren befanden sich 217 Erwachsene und elf Kinder.
Der Absturz löste eine schnelle Notfallreaktion aus. Ahmedabads Polizeipräsident GS Malik bestätigte gegenüber India Today, dass ein Überlebender aus Sitz 11A gerettet und ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. „Wir können die genaue Zahl der Opfer noch nicht bestätigen, aber angesichts der Lage der Absturzstelle könnte die Zahl noch steigen“, sagte er.

Bei dem Überlebenden handelt es sich um den 42-jährigen Briten Vishwash Kumar Ramesh, der seit zwei Jahrzehnten in London lebt. Augenzeugenaufnahmen zeigen, wie Ramesh unter Schock aus dem Feuer auftaucht. Gegenüber der Hindustan Times beschrieb er den Moment des Aufpralls:
„Nur Sekunden nach dem Start hörte ich ein lautes Geräusch. Dann schlugen wir auf dem Boden auf. Es ging so schnell“, erinnerte sich Ramesh. „Als ich aufwachte, war ich von Leichen umgeben. Ich geriet in Panik und rannte los. Überall lagen Trümmer. Jemand zog mich in einen Krankenwagen.“

Er erlitt Verletzungen an Brust, Augen und Füßen, ist aber derzeit in stabilem Zustand.
Der Absturz hat internationale Trauer ausgelöst. Der indische Premierminister Narendra Modi veröffentlichte auf X einen Beitrag, in dem er seine Anteilnahme zum Ausdruck brachte und bekräftigte, dass die Behörden den Opfern aktiv helfen. Auch der britische Premierminister Keir Starmer reagierte, bezeichnete den Vorfall als „verheerend“ und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. Berichten zufolge wurde auch König Charles über den Vorfall informiert.
Während die Rettungsteams ihre Arbeit fortsetzen und die Ermittlungen beginnen, bietet Rameshs Überleben einen Hoffnungsschimmer in diesem nach wie vor zutiefst tragischen Ereignis.