Ellen DeGeneres erlebte eines der turbulentesten Kapitel ihres Lebens, nachdem sie sich aufgrund zahlreicher Anschuldigungen, die ihren langjährigen Ruf in der Unterhaltungsbranche schwer beschädigt hatten, aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte.
Einst die beliebte Moderatorin einer der meistgesehenen Talkshows der Welt, musste Ellen mit ansehen, wie ihr makelloses öffentliches Image nach dem Auftauchen mehrerer Anschuldigungen wegen Misshandlungen am Arbeitsplatz, insbesondere im Zusammenhang mit ihrem Umgang mit Mitarbeitern, zerbrach.
Gezwungen, einen ruhigeren, zurückgezogeneren Lebensstil zu führen, sah sie sich bald mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: drei unerwarteten Diagnosen.
Die 67-Jährige sprach in ihrem Netflix-Special „ For Your Approval“ , das im vergangenen September veröffentlicht wurde und weithin als ihr letzter Stand-up-Auftritt gilt, offen über ihre gesundheitlichen Probleme.
„Ich weiß gar nicht, wie ich im Moment noch stehen kann. Ich bin wie eine menschliche Sandburg – nur noch eine Dusche, und ich stürze ab“, scherzte sie während der Sendung.
Anschließend gab sie bekannt, dass bei ihr Osteoporose diagnostiziert worden sei, eine Erkrankung, die laut Mayo Clinic zu einer Schwächung der Knochen führt, da deren Dichte und Festigkeit abnehmen.

Ellen erinnerte sich daran, eines Tages „unerträgliche Schmerzen“ gehabt zu haben und zunächst geglaubt zu haben, sich ein Band gerissen zu haben. Frühe MRT-Ergebnisse ließen die Ärzte jedoch Arthritis vermuten. Über das Älterwerden nachdenkend, scherzte sie: „Es ist schwer, ehrlich über das Älterwerden zu sprechen und dabei noch cool zu wirken.“
Doch die Probleme der Komikerin beschränkten sich nicht nur auf ihre körperliche Gesundheit. Während der Therapiesitzungen nach dem Skandal am Arbeitsplatz erhielt sie eine weitere überraschende Diagnose.
„Eine Therapeutin meinte, ich hätte vielleicht eine Zwangsstörung. Ich sagte: ‚Ja, ich bin sehr organisiert‘, weil ich dachte, das bedeute das O. Ich hatte keine Ahnung, was eine Zwangsstörung eigentlich ist“, gab sie zu.
Da sie in der Christian Science aufwuchs – einer Religion, die die Anerkennung von Krankheiten ablehnt –, wurde sie in einem Umfeld erzogen, in dem niemand über medizinische oder psychische Gesundheitsprobleme sprach.
Schließlich verriet Ellen, dass bei ihr auch ADHS diagnostiziert wurde, was ihr Konzentration und Ruhe erschwert.
„Jetzt habe ich also ADHS, Zwangsstörungen und mein Gedächtnis lässt nach“, sagte sie.
„Aber vielleicht gleicht sich das aus. Ich grüble zwar über Dinge, kann mich aber nicht lange genug konzentrieren, um weiter darüber nachzudenken, und dann vergesse ich sowieso alles. Vielleicht bin ich deshalb so ausgeglichen.“
Im Jahr 2024 zogen Ellen und ihre Frau Portia de Rossi nach Großbritannien, wo sie seither leben. Obwohl sie weiterhin als Produzentin hinter den Kulissen arbeitet, hat sie sich offiziell aus der Welt der Talkshows zurückgezogen.