Flavio Briatore, der 75-jährige ehemalige Formel-1-Manager und langjährige Promi-Bekannte, hat an diesem Wochenende überraschend offen über sein Verhältnis zu seiner Tochter Leni Klum gesprochen. Bei der glamourösen Präsentation des neuen Alpine-F1-Teams in Barcelona, die an Bord eines Kreuzfahrtschiffs im Hafen der katalanischen Metropole stattfand, beantwortete der Italo-Milliardär erstmals ausführlich Fragen über das Lebensgefühl als Vater eines der bekanntesten Nachwuchs-Stars Deutschlands – und offenbarte dabei ungewohnt verletzliche Seiten.
„Es ist nicht leicht“, sagte Briatore mit Blick auf seine Beziehung zu Leni, die mittlerweile 21 Jahre alt und längst selbst in der Mode- und Influencer-Szene angekommen ist. Er betonte, dass er und seine Tochter im Austausch stünden, und dass seine Gefühle für sie tief und stabil seien, auch wenn ihre Verbindung alles andere als ein einfacher Vater-Tochter-Alltag sei. Dabei verwies der Geschäftsmann auf die räumliche Distanz: Leni lebt heute in Los Angeles, während er zwischen Europa und anderen Orten pendelt, was intensive Gespräche und persönliche Treffen nicht immer leicht mache.

Leni Klum, die in den letzten Jahren mit Auftritten auf internationalen Laufstegen und auf Social Media für Aufsehen gesorgt hat, stammt aus der Beziehung zwischen Briatore und dem deutschen Supermodel Heidi Klum. Die beiden hatten sich getrennt, noch bevor sie offiziell Eltern wurden, und Heidi heiratete wenig später Sänger Seal, der Leni als sein eigenes Kind adoptierte und sie großzog.
Briatore, der für gewöhnlich ein öffentliches Schweigen über sein Privatleben wahrt, bezeichnete die lange Phase der Funkstille zwischen ihm und seiner Tochter als „Vergangenheit“. Er sagte, er sei heute ein engagierter Vater, der Zeit mit all seinen Kindern verbringe und bemüht sei, die gemeinsamen Momente bestmöglich zu nutzen. Trotz der Herausforderungen wolle er präsent sein – und doch räumte er ein, dass nicht jeder Tag ohne Brüche sei.
In dem Gespräch erwähnte Briatore auch die schwierigen Wege, die zu einer neu gefundenen Nähe geführt haben. Jahre der Unbekümmertheit seien vorbei, und er habe erkannt, wie wichtig es sei, aktiv am Leben seiner Tochter teilzuhaben, auch wenn dies Mut und Geduld erfordere. Das Verhältnis sei geprägt von Respekt, aber auch von einem steten Bemühen, alte Fehler nicht zu wiederholen.

Während Heidi Klum in Los Angeles ein Patchwork-Familienleben mit Ehemann Tom Kaulitz und den gemeinsamen Kindern führt, steht Leni zwischen den Welten ihrer beiden wichtigsten Vaterfiguren – dem leiblichen Vater Briatore und dem Mann, der sie aufwachsen sah und adoptierte. Briatore schwärmte bei der Veranstaltung davon, wie glücklich er sei, dass alle in seiner großen Familie trotz aller Komplexität miteinander im Gespräch bleiben, und beschrieb die vergangenen Monate als eine Phase der Neuorientierung und des Aufbaus von Vertrauen.
Der italienische Unternehmer sprach auch darüber, wie sehr ihn die Rolle als Vater geprägt habe: „Man lernt nie aus“, sagte er, „und manchmal ist der schwierigste Weg auch der lohnendste.“ Mit diesen Worten gab er einen seltenen Einblick in sein Inneres – weit entfernt von der sonst so glanzvollen Öffentlichkeit, die sein Name sonst automatisch mit sich bringt.