Peter Weck im Rollstuhl bei Trauerfeier – der TV-Liebling zeigte sich nach langer Zeit wieder und ließ die Zuschauer tief bewegt zurück

Lange Zeit war Peter Weck für Millionen Menschen das Gesicht einer heiteren, unbeschwerten Fernsehwelt. Als Werner Schumann in „Ich heirate eine Familie“ wurde er zum Publikumsliebling, in „Sissi“ war er ebenfalls zu sehen, und als Regisseur, Produzent und Intendant prägte er die deutschsprachige Kulturlandschaft über Jahrzehnte. Doch im Februar 2025 zeigte sich die einst so vertraute TV-Legende in einer Situation, die viele seiner langjährigen Bewunderer berührte.

Der Anlass war kein freudiger. Peter Weck kam in den Wiener Stephansdom, um von einem Menschen Abschied zu nehmen, der ihn über viele Jahre begleitet hatte: seinem engen Freund und Schauspielkollegen Otto Schenk. Schenk war im Januar 2025 im Alter von 94 Jahren gestorben. Für Weck war es offenbar ein Verlust, der besonders schwer wog.

Schon beim ersten Blick auf die Bilder wurde deutlich, dass sich das Leben des Schauspielers in den vergangenen Jahren stark verändert hatte. Weck erschien im Rollstuhl, mit einer wärmenden Decke über den Beinen. Begleitet wurde er von seinen Kindern Barbara und Philipp. Für einen Mann, der jahrzehntelang auf Bühnen stand, vor Kameras arbeitete und mit großer Selbstverständlichkeit in der Öffentlichkeit auftrat, war dieser Auftritt ein ungewohntes Bild.

Doch Weck war nicht gekommen, um über sich selbst zu sprechen. Er wollte seinem Freund die letzte Ehre erweisen.

Die Verbindung zwischen Peter Weck und Otto Schenk ging weit über eine gelegentliche berufliche Zusammenarbeit hinaus. Beide kannten sich seit vielen Jahren, standen gemeinsam vor der Kamera und arbeiteten auch hinter den Kulissen miteinander. Unter anderem wirkten sie bei Produktionen wie „Ein Schutzengel auf Reisen“ und „Zwei unter einem Dach“ zusammen. Ihre Freundschaft entwickelte sich über Jahrzehnte und blieb auch abseits des Rampenlichts bestehen.

Im Stephansdom wurde deshalb nicht nur ein großer Schauspieler verabschiedet. Für Weck ging an diesem Tag ein Stück gemeinsamer Lebensgeschichte zu Ende.

Während der Trauerfeier konnte der 94-Jährige seine Gefühle offenbar nicht verbergen. Immer wieder hatte er Tränen in den Augen und griff zum Taschentuch. Die Bilder zeigen keinen distanzierten Prominenten, der lediglich zu einem offiziellen Termin erschienen war. Sie zeigen einen Mann, der um einen langjährigen Freund trauerte.

Dabei war es überhaupt nicht selbstverständlich, dass Peter Weck an diesem Tag persönlich erscheinen konnte.

Seit einem Schlaganfall Anfang 2022 hat sich sein Alltag verändert. Nach Angaben von BILD ist er seither auf einen Rollstuhl angewiesen. Trotz Rehabilitation und regelmäßigem Training verlief seine Erholung langsam. Der einst so aktive Künstler musste sich an eine völlig neue Lebenssituation gewöhnen.

Für seine Fans dürfte deshalb vor allem eines auffällig gewesen sein: Weck hatte sich nach längerer Zeit wieder öffentlich gezeigt. Und er tat es ausgerechnet in einem Moment, in dem es nicht um eine Premiere, einen Geburtstag oder eine Auszeichnung ging, sondern um Abschied und Erinnerung.

Seine Kinder Barbara und Philipp saßen an seiner Seite. Beide stammen aus seiner langjährigen Ehe mit Ingrid Weck. Mit ihr war Peter Weck 45 Jahre verheiratet. Sie starb 2012 im Alter von 70 Jahren an einem Herzinfarkt. Über seine Frau hatte der Schauspieler einst sehr liebevoll gesprochen und sie als das Beste bezeichnet, was ihm in seinem Leben passiert sei.

Peter Weck: Im Rollstuhl kam die TV-Legende zur Trauerfeier | Unterhaltung  | BILD.de

Der Verlust seiner Ehefrau hinterließ tiefe Spuren. Weck sprach später offen darüber, wie schwer ihn ihr Tod getroffen hatte. Die Trauer begleitete ihn über Jahre und wurde zu einem besonders persönlichen Kapitel seines Lebens.

Vielleicht erklärt gerade diese Erfahrung, warum der Abschied von Otto Schenk für ihn so emotional gewesen sein könnte. Er wusste, was es bedeutet, einen geliebten Menschen zu verlieren und plötzlich mit einer Leerstelle zurückzubleiben.

Doch an diesem Tag gab es noch eine weitere auffällige Abwesenheit.

Peter Weck war seit 2020 mit der Kinderpsychologin Joanna Rzepa verbunden, die er damals als seine neue Lebenspartnerin vorgestellt hatte. Die beiden wurden in der Öffentlichkeit gemeinsam gesehen, unter anderem bei einer Opernpremiere im Jahr 2021. Weck sprach zu jener Zeit sehr positiv über seine neue Beziehung und beschrieb das Gefühl, das sie ihm vermittelte, mit ungewöhnlich warmen Worten.

Bei der Trauerfeier im Wiener Stephansdom war Rzepa jedoch nicht an seiner Seite.

Warum sie fehlte, blieb offen. Ebenso war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, ob die beiden überhaupt noch ein Paar waren. BILD berichtete, dass Weck seit längerer Zeit Interviewanfragen konsequent ablehne. Damit blieb auch sein Privatleben weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit.

Und genau das macht die Bilder aus dem Stephansdom so eindrucksvoll. Sie zeigen einen Peter Weck, den das Publikum kaum noch zu sehen bekommt. Nicht den charmanten Familienvater aus der Kultserie. Nicht den erfolgreichen Regisseur. Nicht den Intendanten, der mit „Cats“ die Musicalwelt im deutschsprachigen Raum entscheidend mitprägte.

Sondern einen 94-jährigen Mann, der um einen Freund trauert und dabei auf die Unterstützung seiner Kinder angewiesen ist.

Seine Karriere war außergewöhnlich. Peter Weck spielte, führte Regie, produzierte und leitete ein Theater. Er wurde mit „Ich heirate eine Familie“ zum Fernsehstar und hinterließ auch im Musicalbereich deutliche Spuren. Doch all diese Erfolge konnten ihn nicht vor den persönlichen Schicksalsschlägen bewahren, die das Alter mit sich bringen kann.

Der Auftritt bei der Trauerfeier machte deshalb vor allem eines sichtbar: Hinter der bekannten TV-Persönlichkeit steht ein Mensch mit einer eigenen Geschichte, mit Verlusten, Erinnerungen und Freundschaften, die über Jahrzehnte gewachsen sind.

Und vielleicht war genau das der bewegendste Moment dieses Tages.

Peter Weck kam nicht, um im Mittelpunkt zu stehen. Er kam, um Abschied zu nehmen.

Er saß zwischen seinen Kindern, die ihn an diesem schweren Tag begleiteten. Vor ihm lag die letzte Ruhestätte seines langjährigen Freundes Otto Schenk. Die Kameras hielten einen Moment fest, den Weck vermutlich lieber privat erlebt hätte.

Doch die Bilder erzählen ihre eigene Geschichte.

Sie zeigen, wie sehr sich das Leben einer TV-Legende verändern kann – und zugleich, dass Freundschaft, Familie und Erinnerungen auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Bedeutung verlieren.

Die wohl überraschendste Erkenntnis dieses Auftritts war daher nicht allein der Rollstuhl. Es war die Tatsache, dass Peter Weck trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen noch einmal in die Öffentlichkeit kam – nicht für einen roten Teppich, nicht für eine Ehrung und nicht für seine eigene Karriere, sondern ausschließlich, um seinem verstorbenen Freund Otto Schenk die letzte Ehre zu erweisen.