Jürgen Drews erstmals mit Rollator – doch seine Reaktion auf seinen Gesundheitszustand überrascht

Jürgen Drews ist seit Jahrzehnten eine feste Größe der deutschen Schlagerszene. Für Millionen Fans war er der Mann, der mit seinem Lächeln, seinen Liedern und seiner unerschütterlichen Energie ganze Generationen begeisterte. Auf der Bühne wirkte er lange Zeit nahezu unverwundbar. Doch die Zeiten haben sich verändert.

Seit seinem Rückzug von der großen Bühne ist es deutlich ruhiger um den Sänger geworden. Öffentliche Auftritte sind selten geworden, und wenn der 81-Jährige doch einmal bei einer Veranstaltung auftaucht, richten sich die Blicke schnell auf ihn. So war es auch bei einem Empfang im Rahmen von „Klassik am Odeonsplatz“ in München.

Doch diesmal war es nicht nur die Tatsache, dass Jürgen Drews überhaupt wieder unter prominenten Gästen zu sehen war. Ein Detail fiel sofort auf: Der Sänger erschien erstmals öffentlich mit einem Rollator.

Die Bilder gingen schnell durch die Medien und lösten bei vielen Fans unterschiedliche Gefühle aus. Einige waren überrascht, andere gerührt. Schließlich verbinden viele Menschen mit Jürgen Drews noch immer den dynamischen Entertainer, der einst als „König von Mallorca“ die großen Bühnen beherrschte.

Nun stand er in München elegant gekleidet neben seiner Ehefrau Ramona – und hatte eine Gehhilfe dabei.

Trotzdem war von Niedergeschlagenheit zunächst wenig zu sehen. Drews lächelte, wirkte entspannt und ließ sich von seiner Familie begleiten. An seiner Seite waren seine Ehefrau Ramona, Tochter Joelina und deren Partner Adrian. Die vertraute Begleitung dürfte für den Sänger besonders wichtig gewesen sein, denn öffentliche Termine sind für ihn inzwischen eher die Ausnahme als die Regel.

Jürgen Drews hat sich bereits vor einigen Jahren bewusst aus dem hektischen Musikgeschäft zurückgezogen. 2023 verabschiedete er sich endgültig von der großen Bühne. Der Schritt war für viele Fans emotional, kam aber nicht völlig überraschend. Schon zuvor hatte der Sänger offen über gesundheitliche Schwierigkeiten gesprochen.

Seit Jahren lebt Drews mit Polyneuropathie, einer Erkrankung des peripheren Nervensystems. Die Folgen machen sich insbesondere beim Gehen und längeren Stehen bemerkbar. Bereits im Herbst 2025 hatte er erklärt, dass ihm längeres Stehen zunehmend schwerfalle. Schmerzen seien dabei nicht das Hauptproblem.

Trotz dieser Einschränkungen wollte sich der Sänger offenbar nicht aus dem Leben zurückziehen.

Genau das wurde bei seinem Auftritt in München deutlich.

Der 81-Jährige erschien in einem hellblauen Anzug und mit weißer Krawatte. Statt sich zurückzuziehen, nahm er an dem Empfang teil, sprach mit Menschen und genoss den Abend. Die Gehhilfe war dabei offenbar vor allem eine Sicherheitsmaßnahme.

Denn Jürgen Drews wollte sich nicht von einem Hilfsmittel definieren lassen.

Schon dieser Umstand machte den Auftritt bemerkenswert. Viele Menschen hätten sich möglicherweise nach einem solchen öffentlichen Moment lieber versteckt. Drews hingegen kam zur Veranstaltung, ließ sich fotografieren und begegnete der Aufmerksamkeit mit einer bemerkenswerten Gelassenheit.

Besonders interessant wurde der Abend jedoch in dem Moment, als er selbst auf den Rollator angesprochen wurde.

Denn seine Antwort fiel wesentlich entspannter aus, als manche vielleicht erwartet hätten.

Drews machte deutlich, dass er nach wie vor selbstständig gehen könne. Er habe die Gehhilfe lediglich mitgenommen, weil er nicht wusste, ob er während der Veranstaltung längere Zeit stehen müsse. Und tatsächlich stellte er den Rollator später zur Seite und verfolgte die Begrüßungsrede im Stehen.

Damit zeigte sich ein Bild, das deutlich von der ersten Wirkung der Fotos abwich.

Der Rollator bedeutete für Drews offenbar nicht, dass er sich aufgegeben hätte. Vielmehr sollte er ihm Sicherheit geben, wenn die Belastung zu groß werden könnte.

Auch sein Management bestätigte später, dass die Gehhilfe genau diesem Zweck dient. Gleichzeitig wurde offen eingeräumt, dass sich sein Gangbild durch die Polyneuropathie verändert beziehungsweise verschlechtert habe.

Für seine Familie scheint es dennoch wichtig zu sein, dass Drews weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnimmt.

Und genau hier wird die Geschichte besonders persönlich.

Denn Jürgen Drews hat einen großen Teil seines Lebens damit verbracht, vor Publikum zu stehen. Er war es gewohnt, dass Menschen ihn beobachten, fotografieren und über jeden Schritt sprechen. Sein Erscheinungsbild gehörte zu seiner Karriere. Umso schwieriger kann es sein, plötzlich mit einem Hilfsmittel in der Öffentlichkeit gesehen zu werden.

Doch auch hier bewies der Sänger eine bemerkenswerte Haltung.

Er selbst scheint seine Situation inzwischen pragmatisch zu betrachten. Dass er nicht mehr so herumspringen kann wie früher, weiß er. Gleichzeitig betont er, dass er sich den Umständen entsprechend noch fit fühle.

Diese Aussage passt zu dem Eindruck, den er in München vermittelte.

Er war nicht der große Bühnenstar aus früheren Jahren, der vor einem jubelnden Publikum auftrat. Aber er war ein Mann, der trotz gesundheitlicher Einschränkungen zu einer Veranstaltung ging, sich unter Menschen zeigte und einen schönen Abend verbringen wollte.

Für seine Fans dürfte genau das die wichtigste Botschaft gewesen sein.

Denn hinter den Bildern mit der Gehhilfe steckt keine Geschichte über einen Mann, der sich verabschiedet. Vielmehr zeigen sie jemanden, der gelernt hat, seine Grenzen zu akzeptieren, ohne seinen Lebensmut zu verlieren.

Besonders wertvoll scheint dabei die Unterstützung seiner Familie zu sein.

Ehefrau Ramona steht seit vielen Jahren an seiner Seite. Auch Tochter Joelina begleitet ihren Vater immer wieder und hat in der Vergangenheit über seinen Gesundheitszustand gesprochen. Die Familie versucht offenbar, ihm trotz der Veränderungen ein möglichst normales Leben zu ermöglichen.

Und genau deshalb war dieser Münchner Abend für viele Beobachter mehr als nur ein weiterer Promi-Termin.

Er zeigte einen Jürgen Drews, wie man ihn bisher nur selten gesehen hatte.

Nicht als „König von Mallorca“ auf einer großen Bühne. Nicht als ausgelassenen Partysänger. Sondern als 81-jährigen Familienvater, der mit den Veränderungen des Alters umgehen muss und dabei trotzdem seinen Humor und seine Lebensfreude bewahrt.

Doch eine Aussage des Sängers machte den Auftritt schließlich besonders bewegend.

Denn trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen wollte Drews nicht den Eindruck erwecken, dass er völlig auf eine Gehhilfe angewiesen sei. Seine eigene Erklärung war erstaunlich nüchtern: Er habe den Rollator dabeigehabt, weil er schlicht nicht wusste, ob er an diesem Abend lange stehen müsse.

Und genau darin liegt vielleicht die eigentliche Stärke dieses Auftritts.

Jürgen Drews versteckt seine Schwierigkeiten nicht. Gleichzeitig weigert er sich offenbar, sich ausschließlich über sie definieren zu lassen.

Sein Auftritt in München wurde damit zu einem stillen Zeichen dafür, dass ein Mensch auch dann selbstbewusst bleiben kann, wenn sich sein Leben verändert.

Und am Ende war es vielleicht genau dieser Gegensatz, der die Fans so bewegte: Der einstige Bühnenstar erschien mit einer Gehhilfe – doch statt sich zurückzuziehen, stellte er sie später einfach beiseite und blieb stehen.

Ein kleiner Moment, der viel über Jürgen Drews verrät.