Es ist ein Satz, der lange nachhallt: „Ich möchte einfach gerne weiterleben.“ Als Patrice Aminati diese Worte unter Tränen ausspricht, ist plötzlich nichts mehr von der sonst so starken und optimistischen Fassade zu sehen. Die 30-Jährige versucht seit Jahren, mit einer schweren Erkrankung zu leben und ihrer kleinen Tochter trotzdem möglichst viel Normalität zu schenken. Doch diesmal fällt es ihr sichtbar schwer, ihre Gefühle zurückzuhalten.
Patrice Aminati hat ihre Community immer wieder an ihrem Leben teilhaben lassen. Sie spricht über gute Tage, schwierige Momente, Behandlungen und die Hoffnung, die sie trotz allem nicht verlieren möchte. Doch ihr jüngstes emotionales Statement zeigt eine andere Seite. Eine Seite, die deutlich macht, wie viel Kraft dieser Kampf tatsächlich kostet.
Seit 2023 lebt Patrice mit schwarzem Hautkrebs. Inzwischen befindet sich die Erkrankung im Stadium 4. Anfang April 2026 erhielt sie erneut eine Nachricht, die ihr den Boden unter den Füßen wegzog: Der Krebs war zurückgekehrt und hatte Metastasen in mehreren Organen gebildet.
Für die junge Mutter begann damit erneut eine schwierige Phase.
Die Behandlung soll vor allem Zeit schenken. Zeit, die für Patrice von unschätzbarem Wert ist. Denn ihr größter Wunsch ist kein Luxus, keine Karriere und kein außergewöhnliches Leben.
Sie möchte einfach da sein.
Für ihre Tochter.
Für ihre Familie.
Für die Menschen, die sie liebt.
Und genau dieser Wunsch macht ihre aktuellen Worte so bewegend.
Nach mehreren Tagen, in denen sie sich kaum bei ihren Followern meldete, erschien Patrice wieder in einer Instagram-Story. Sie wollte ehrlich sein, so wie sie es ihrer Community immer wieder versprochen hatte.
Zunächst versucht sie, gefasst zu wirken. Sie begrüßt ihre Follower und erzählt, dass sie eigentlich einen guten Tag gehabt habe. Doch dann verändert sich ihre Stimme.
Die Gefühle werden stärker.
Immer wieder muss sie mit den Tränen kämpfen.

Patrice spricht offen darüber, dass nicht jeder Tag gut sei. Sie versuche weiterzumachen, doch irgendwann verlasse einen die Kraft.
Es sind keine dramatischen Worte einer Person, die Aufmerksamkeit sucht. Vielmehr klingt es wie der Moment, in dem ein Mensch für einige Sekunden aufhört, stark sein zu müssen.
Denn auch Patrice kann nicht jeden Tag kämpfen.
Auch sie darf erschöpft sein.
Auch sie darf Angst haben.
Und auch sie darf weinen.
Besonders belastend sind für sie offenbar die aktuellen Therapien. Sie erklärt, dass sie die Behandlung nicht gut vertrage. Die vergangenen Tage habe sie überwiegend im Bett verbracht und geschlafen.
Trotzdem möchte sie sich nicht beschweren.
Im Gegenteil: Patrice betont ihre Dankbarkeit dafür, dass es Therapien gibt, die ihr überhaupt zusätzliche Zeit ermöglichen können.
Genau diese Mischung aus Erschöpfung, Dankbarkeit und Hoffnung zieht sich durch ihre Worte.
Sie weiß, wie ernst ihre Situation ist.
Doch sie möchte sich nicht ausschließlich über ihre Diagnose definieren lassen.
Stattdessen versucht sie, jeden guten Moment mitzunehmen.
Dabei spielt ihre kleine Tochter eine zentrale Rolle.
Patrice ist Mutter der dreijährigen Charly Malika. Für sie ist die Tochter ihr größter Halt. Gleichzeitig ist gerade dieser Gedanke auch eine der schmerzhaftesten Seiten ihrer Situation.
Denn Patrice hat Angst davor, ihre Tochter nicht aufwachsen zu sehen.
Dieser Gedanke ist für eine Mutter kaum auszuhalten.
Und trotzdem versucht die junge Frau, nach vorne zu schauen. Sie hält an der Hoffnung fest, dass sie noch viele Jahre erleben darf. Sie spricht sogar davon, irgendwann ihre Enkelkinder um sich zu haben.
Es ist diese Haltung, die ihre Geschichte so eindringlich macht.
Denn medizinisch ist ihre Situation äußerst ernst. Patrice wird inzwischen palliativ behandelt, die Erkrankung gilt als unheilbar. Doch für sie bedeutet das nicht, dass sie aufhört zu hoffen.
Ihr persönliches Motto bringt diese Haltung auf den Punkt: Man solle der Diagnose glauben, aber nicht der Prognose.
Damit meint sie offenbar, dass sie die Realität ihrer Erkrankung akzeptiert, sich aber nicht von einer Prognose jede Hoffnung nehmen lassen möchte.
Für ihre Follower ist diese Einstellung längst zu einem wichtigen Teil ihrer Geschichte geworden.
Viele begleiten Patrice bereits seit Jahren. Sie sehen ihre Fortschritte, ihre Rückschläge und die Veränderungen in ihrem Leben. Dadurch ist aus einer Influencerin für viele längst eine Person geworden, deren Schicksal sie persönlich berührt.
Doch 2025 kam zusätzlich eine private Belastung hinzu.
Patrice und Moderator Daniel Aminati trennten sich im September 2025. Die beiden waren seit 2018 ein Paar und hatten gemeinsam viele schwierige Jahre erlebt.
Die Trennung fiel in eine besonders belastende Zeit.
Trotzdem betonte Patrice, dass die gemeinsame Verantwortung für ihre Tochter weiterhin im Mittelpunkt stehe. Wenn man ein gemeinsames Kind habe, müsse das Kind an erster Stelle stehen.
Auch in dieser Situation scheint sie also zu versuchen, das Positive zu bewahren.
Doch dann kommt jener Satz, der alles verändert.
Während sie sich normalerweise bemüht, ihren Followern Mut zu machen, lässt Patrice diesmal erkennen, wie groß ihr eigener Wunsch nach einem normalen Leben tatsächlich ist.
Sie möchte nicht aufgeben.
Sie möchte nicht verschwinden.
Sie möchte noch Zeit haben.
Und schließlich sagt sie unter Tränen genau das, was vermutlich viele Menschen in ihrer Situation fühlen würden:
„Ich möchte einfach gerne weiterleben.“
In diesem Augenblick braucht es keine weiteren Erklärungen.
Der Satz spricht für sich.
Hinter den Therapien, medizinischen Befunden und öffentlichen Updates steht eine junge Frau, die trotz allem ganz einfache Wünsche hat. Sie möchte ihre Tochter aufwachsen sehen. Sie möchte noch viele gemeinsame Erinnerungen schaffen. Sie möchte lachen, reisen, Alltag erleben und irgendwann vielleicht tatsächlich ihre Enkelkinder kennenlernen.
Genau deshalb wirkt dieser Moment so persönlich.
Patrice versucht nicht, ihre Erkrankung schönzureden. Sie weiß, dass die Situation ernst ist. Aber sie weigert sich offenbar, ihre Hoffnung aufzugeben.
Und vielleicht ist gerade das die wichtigste Botschaft ihres emotionalen Auftritts.
Sie ist nicht jeden Tag stark.
Sie ist nicht jeden Tag optimistisch.
Manchmal ist sie einfach müde.
Manchmal braucht auch sie einen Moment, in dem die Tränen kommen dürfen.
Doch danach richtet sie den Blick wieder nach vorne.
Sie verspricht ihrer Community, sie weiterhin mitzunehmen – auch dann, wenn es ihr nicht gut geht.
Und genau hier liegt am Ende die vielleicht berührendste Wahrheit hinter ihrem Auftritt: Patrice Aminati kämpft nicht, weil sie keine Angst hat.
Sie kämpft, obwohl sie Angst hat.
Sie kämpft, obwohl die Behandlung sie erschöpft.
Sie kämpft, obwohl sie weiß, wie ernst ihre Erkrankung ist.
Und sie kämpft vor allem wegen eines Menschen, der ihr alles bedeutet.
Ihrer kleinen Tochter.
Deshalb sind es nicht die Tränen, die von diesem Video am stärksten in Erinnerung bleiben.
Es ist ihr Wunsch, noch möglichst viel vom Leben zu bekommen.
Noch einen Tag.
Noch einen Sommer.
Noch viele gemeinsame Geburtstage.
Noch unzählige Umarmungen.
Und vielleicht eines Tages tatsächlich den Moment zu erleben, in dem sie ihre Enkelkinder in den Armen hält.
Bis dahin bleibt ihr Satz wie ein stilles Versprechen:
Sie möchte weiterleben.
Und deshalb kämpft sie weiter.