Johann Lafer schwer an Krebs erkrankt: Der TV-Koch spricht erstmals über seinen Kampf

Johann Lafer kennt man normalerweise mit einem Lächeln im Gesicht, einem Kochlöffel in der Hand und einer невероятной Energie, die ihn seit Jahrzehnten zu einem der bekanntesten Fernsehköche Deutschlands macht. Für Millionen Zuschauer war er der Mann, der selbst aus einfachen Zutaten etwas Besonderes machen konnte. Doch hinter dieser vertrauten Fassade spielte sich lange Zeit etwas ab, von dem die Öffentlichkeit nichts wusste.

Jetzt hat Johann Lafer seine schwerste persönliche Prüfung öffentlich gemacht.

Der 68-Jährige ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. In einem exklusiven Gespräch mit der „Bild“ sprach der Starkoch erstmals ausführlich über seine Erkrankung und darüber, wie sehr die Diagnose sein Leben verändert hat. Die Nachricht kam für viele Menschen überraschend, denn Lafer hatte seine Krankheit über längere Zeit weitgehend für sich behalten.

Dabei hatte sich hinter den Kulissen längst vieles verändert.

Johann Lafer gehört zu den Menschen, die für Aktivität, Genuss und Lebensfreude stehen. Über viele Jahre war er in verschiedenen Fernsehsendungen präsent, schrieb Kochbücher, führte Restaurants und entwickelte immer neue Projekte. Für seine Zuschauer war er kaum vorstellbar, ohne seine markante Erscheinung und seinen charakteristischen Schnurrbart.

Doch genau dieses vertraute Bild begann sich in den vergangenen Monaten zu verändern.

Johann Lafer: Krebserkrankung des TV-Kochs ist unheilbar | STERN.de

Als Lafer im Frühjahr 2026 öffentlich auftrat, bemerkten viele Zuschauer sofort, dass etwas anders war. Er wirkte deutlich schmaler, trug eine Kopfbedeckung und hatte seinen berühmten Schnurrbart verloren. Im Netz begannen daraufhin die Spekulationen.

Lafer selbst wollte zunächst nicht öffentlich über seine Erkrankung sprechen. Doch irgendwann wurde der Druck zu groß.

Im Mai machte er seine Diagnose schließlich selbst öffentlich. Damit beendete er die Spekulationen und entschied sich bewusst dafür, offen mit seiner Situation umzugehen. Später erklärte er, dass gerade die vielen Vermutungen nach seinem veränderten Aussehen für ihn ein wichtiger Grund gewesen seien, die Wahrheit nicht länger geheim zu halten.

Die Krankheit hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine längere Geschichte.

Nach Angaben Lafers war der Krebs schon einige Zeit zuvor entdeckt worden. Bei einer Routineuntersuchung waren Auffälligkeiten festgestellt worden, obwohl er zunächst keinerlei typische Beschwerden verspürt hatte. Wie so oft bei einer schweren Diagnose musste auch er erst einmal begreifen, dass etwas, das zunächst weit entfernt schien, plötzlich sein eigenes Leben betraf.

Im Januar 2026 verschlechterte sich sein Zustand dann deutlich. Lafer berichtete von Schwellungen und nächtlichen Schweißausbrüchen. Für ihn war spätestens zu diesem Zeitpunkt klar, dass die Situation ernst war.

Es folgte eine intensive Behandlung.

Die Chemotherapie wurde zu einem festen Bestandteil seines Alltags. Für einen Menschen, der normalerweise ständig unterwegs ist, arbeitet, kocht und vor Publikum steht, bedeutete das eine enorme Umstellung.

Lafer beschrieb die Behandlung als äußerst belastend. Die Chemotherapie dauere teilweise fast 24 Stunden und habe ihn körperlich stark getroffen. Gleichzeitig musste er mit Nebenwirkungen umgehen, die gerade für einen Koch besonders schwerwiegend sind.

Denn irgendwann verlor er sogar seinen Geschmack.

Für Johann Lafer, dessen gesamtes berufliches Leben mit Essen, Aromen und Genuss verbunden ist, muss das eine besonders bittere Erfahrung gewesen sein. Er berichtete später, dass er zeitweise nicht richtig essen konnte und seine Nahrung teilweise püriert werden musste. Auch offene Finger und deutlicher Gewichtsverlust gehörten zu den Folgen der Behandlung.

Trotzdem wollte sich Lafer nicht vollständig zurückziehen.

Er hätte allen Grund gehabt, sich in dieser schweren Phase aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Stattdessen versuchte er, so viel Normalität wie möglich zu bewahren. Er sagte, dass er sich nicht in ein „Schneckenhaus“ verkriechen wolle. Auch wenn es gute und schlechte Tage gebe, wolle er weiterhin am Leben teilnehmen.

Dabei hilft ihm offenbar auch seine Arbeit.

Das Kochen ist für Lafer nicht nur ein Beruf. Es ist ein wichtiger Teil seiner Identität. Gerade deshalb scheint es ihm Kraft zu geben, weiterhin Pläne zu machen und Termine wahrzunehmen.

Seine Familie spielt ebenfalls eine zentrale Rolle.

Die Diagnose war für Lafer und seine Angehörigen zunächst ein großer Schock. Gleichzeitig gibt es inzwischen Grund für vorsichtigen Optimismus. Die Behandlung zeigt Wirkung. Die Knoten seien kleiner geworden, erklärte Lafer, und genau diese Entwicklung gebe ihm Kraft.

Auch seine Frau Silvia steht in dieser schwierigen Zeit an seiner Seite. Lafer hat mehrfach deutlich gemacht, wie wichtig die Unterstützung seiner Familie für ihn ist.

Und dann gibt es einen Satz, der besonders viel über seine Haltung verrät.

Lafer hat trotz seiner Erkrankung nicht vor, sich vom Leben zurückzuziehen.

Er will weiterarbeiten. Er hat weiterhin Ideen. Er möchte weiterhin kochen und Menschen mit seiner Arbeit erreichen. Mitleid möchte er dabei ausdrücklich nicht. Vielmehr versucht er, mit seiner Situation offen umzugehen und anderen Menschen Mut zu machen.

Seine öffentlichen Auftritte haben deshalb inzwischen eine völlig andere Bedeutung bekommen.

Als Lafer nach der Chemotherapie wieder im Fernsehen zu sehen war, sahen ihn viele Zuschauer erstmals mit den sichtbaren Spuren seiner Behandlung. Er war dünner geworden, hatte seine Haare verloren und trug eine Kopfbedeckung. Für viele Menschen war dieser Anblick ungewohnt – nicht, weil Lafer weniger der bekannte Koch wäre, sondern weil plötzlich sichtbar wurde, was er monatelang mit sich allein ausgemacht hatte.

Doch Lafer selbst versucht, den Blick nach vorne zu richten.

Im August gab er erneut ein Gesundheitsupdate und erklärte, dass er sich auf einem sehr guten Weg befinde. Nach der intensiven Chemotherapie wolle er wieder stärker ins normale Leben zurückfinden.

Auch im September zeigte sich, wie entschlossen der TV-Koch ist. Bei seinem Auftritt beim „Quiz-Champion“ sprach er erneut über seine Erkrankung und die Folgen der Behandlung. Dabei zeigte er sich ohne seine gewohnte Kopfbedeckung und machte deutlich, dass er sich körperlich stark verändert habe. Gleichzeitig betonte er, dass er guten Mutes sei und weiterkämpfe.

Für die Zuschauer ist das ein ungewöhnliches Bild von Johann Lafer. Nicht der souveräne Fernsehkoch, der mit Leichtigkeit ein Gericht präsentiert, steht diesmal im Mittelpunkt, sondern ein Mensch, der mit einer schweren Erkrankung leben muss und trotzdem versucht, seine Lebensfreude nicht zu verlieren.

Seine Geschichte zeigt auch, wie schnell sich ein gewohntes Leben verändern kann. Eine Krankheit kann plötzlich Dinge in Frage stellen, die vorher selbstverständlich erschienen. Arbeit, Essen, Energie, öffentliche Auftritte – alles bekommt eine andere Bedeutung.

Doch Lafer will sich nicht über seine Diagnose definieren lassen.

Und genau deshalb endet seine Geschichte nicht mit der Nachricht über den Krebs.

Denn trotz der Schwere seiner Erkrankung gibt es inzwischen einen Hoffnungsschimmer: Die Behandlung schlägt an, die Knoten sind kleiner geworden, und Lafer selbst spricht wieder optimistischer über seine Zukunft. Er will weiterarbeiten, weiter planen und weiter am Leben teilnehmen.

Sein vielleicht eindringlichster Satz macht dabei klar, welche Haltung ihn durch diese Zeit trägt:

„Sterben ist für mich keine Option.“

Es ist kein Versprechen, dass alles einfach werden wird. Aber es ist eine klare Ansage von einem Mann, der trotz einer schweren Diagnose nach vorne blickt.

Johann Lafer kämpft weiter – und inzwischen wissen auch seine Millionen Zuschauer, was hinter dem veränderten Gesicht des bekannten TV-Kochs steckt.