Wochenlang mussten sich die Fans von „Watzmann ermittelt“ fragen, wie es mit Andreas Giebel weitergehen würde. Der Schauspieler, der seit Jahren als Kriminalhauptkommissar Benedikt Beissl zu den prägenden Gesichtern der ARD-Serie gehört, hatte eine schwere gesundheitliche Veränderung durchgemacht. Im Juni 2026 wurde bekannt, dass ihm der rechte Fuß amputiert werden musste.
Für viele Zuschauer war damit eine bange Frage verbunden: Wird Giebel überhaupt noch vor der Kamera stehen können?
Schließlich war seine Rolle nicht irgendeine Nebenfigur. Benedikt Beissl gehört seit dem Start der Serie zu den zentralen Ermittlern. Sein Auftreten, seine Art und seine Zusammenarbeit mit den anderen Kommissaren sind für viele Zuschauer eng mit „Watzmann ermittelt“ verbunden.
Dann kam die Nachricht, auf die die Fans gehofft hatten.
Giebel kehrt zurück.
Seit Mitte Juni wird rund um Berchtesgaden, den Watzmann und die umliegende Region an der achten Staffel gearbeitet. Insgesamt entstehen zwölf neue Folgen. Und mitten in den Dreharbeiten steht tatsächlich wieder Andreas Giebel.
Ein erstes Foto vom Set zeigt den 68-Jährigen gemeinsam mit seinen Serienkollegen Peter Marton und Katharina Leonore Goebel. Giebel sitzt dabei im Rollstuhl – und lächelt in die Kamera.
Dieses Bild sagt mehr als viele Worte.
Denn hinter diesem scheinbar gewöhnlichen Moment am Filmset liegt eine persönliche Geschichte, die für den Schauspieler alles andere als gewöhnlich ist.
Die gesundheitlichen Probleme hatten ihn über längere Zeit begleitet. Wie BILD berichtete, begann die Entwicklung mit einer offenen Wunde am rechten Fuß, die nicht mehr richtig verheilte. Die Situation führte schließlich zu der schweren Entscheidung, den Fuß amputieren zu lassen.
Zunächst war deshalb völlig offen, wie es beruflich weitergehen würde.
Fans fragten sich, ob Giebel seine bekannte Rolle überhaupt noch spielen könne. Würde die Serie seinen Ausstieg erklären müssen? Oder würde man versuchen, die neue Lebenssituation des Schauspielers in die Handlung einzubauen?
Die ARD gab darauf bereits früh eine klare Antwort: Andreas Giebel bleibt Teil der achten Staffel.
Doch damit war die Geschichte noch lange nicht zu Ende.
Denn die Autoren standen vor einer ungewöhnlichen Aufgabe. Sie mussten nicht nur einen Weg finden, Giebel weiterhin vor der Kamera einzusetzen. Gleichzeitig sollte seine neue Situation glaubwürdig in die Handlung integriert werden.
Und genau hier kommt die überraschende Wendung.
Die Macher entschieden sich dafür, auch Benedikt Beissl in der Serie eine schwere Verletzung erleiden zu lassen.
In den neuen Folgen gerät der Kommissar während eines Einsatzes in Lebensgefahr. Er wird angeschossen und überlebt nur knapp. Anschließend liegt Beissl im Krankenhaus – doch selbst dort denkt er offenbar nicht daran, die Ermittlungen einfach anderen zu überlassen.
Stattdessen mischt er sich weiterhin in die Fälle ein.
Damit bekommt die Figur eine völlig neue Ausgangssituation.
Bisher kannten die Zuschauer Beissl vor allem als Ermittler, der mitten im Geschehen steht. Nun muss er zeitweise aus dem Krankenbett heraus arbeiten. Die körperliche Einschränkung wird damit nicht versteckt, sondern zu einem Teil der neuen Geschichte.
Das ist besonders interessant, weil Giebels tatsächliche Situation und die Situation seiner Serienfigur auf diese Weise miteinander verbunden werden.
Natürlich handelt es sich bei der Serienhandlung um Fiktion. Dennoch ermöglicht diese Lösung dem Schauspieler, seine Rolle weiterzuführen, ohne seine aktuelle körperliche Situation ignorieren zu müssen.
Und genau das dürfte für viele Fans die wichtigste Nachricht sein.
Andreas Giebel ist weiterhin dabei.
Er wurde nicht einfach aus der Geschichte geschrieben.
Sein Kommissar Benedikt Beissl bleibt ein zentraler Bestandteil der Serie.
Während der Schauspieler selbst nach seiner Operation mit einem Rollstuhl am Set zu sehen ist, bekommt auch seine Serienfigur eine vorübergehende körperliche Einschränkung. So entsteht eine ungewöhnliche Verbindung zwischen Realität und Fiktion.
Doch die achte Staffel bringt noch weitere Veränderungen.
Das Ermittlerteam bekommt Verstärkung. Aglaia Szyszkowitz übernimmt die Rolle der Kommissarin Dr. Kira Cortesi. Ihre Figur kommt nach einer Trennung und einer längeren Familienauszeit nach Berchtesgaden und wagt dort einen beruflichen Neustart. Außerdem stößt Arne Kübler als Polizeiobermeister Lukas Huber zum Team.
Auch bei den bisherigen Figuren geht es weiter.
Jerry Paulsen und Sophia Strasser bleiben Teil des Ermittlerteams. Gleichzeitig warten auf die Zuschauer neue Fälle, neue Konflikte und Veränderungen im Privatleben der Figuren.

Doch über all diesen Neuerungen steht eine Frage, die viele Fans besonders interessiert: Wie wird Andreas Giebel nach seiner schweren Operation tatsächlich in den neuen Folgen zu sehen sein?
Das erste Set-Foto gibt darauf bereits einen wichtigen Hinweis.
Er sitzt im Rollstuhl.
Doch er ist nicht verschwunden.
Er steht wieder am Set.
Und vor allem: Er lächelt.
Gerade dieses Detail dürfte für viele Zuschauer wichtiger sein als jede spektakuläre Serienhandlung. Denn die Nachricht über die Amputation hatte bei Fans verständlicherweise Sorgen ausgelöst. Nun gibt es erstmals ein sichtbares Zeichen dafür, dass Giebel seine Arbeit wieder aufgenommen hat.
Die Geschichte seiner Rückkehr beginnt allerdings noch früher.
Bereits nach Bekanntwerden der Operation hatte die ARD klargestellt, dass sie weiterhin mit ihm plant. Seine Rolle sollte nicht einfach ersetzt werden. Stattdessen suchten die Verantwortlichen nach einer Möglichkeit, Beissl weiterhin zu einem wichtigen Teil der Serie zu machen.
Und genau diese Lösung wird nun in den neuen Folgen sichtbar.
Doch das eigentliche Geheimnis wurde erst jetzt enthüllt:
Nicht Andreas Giebel wurde für die Serie ausgetauscht – vielmehr wurde die Geschichte seines Charakters so verändert, dass Benedikt Beissl selbst nach einer schweren Verletzung weiter ermitteln kann.
Nach einem Anschlag überlebt der Kommissar nur knapp. Er landet im Krankenhaus und muss seine Ermittlungsarbeit zunächst von dort aus fortsetzen. Damit erklären die Drehbücher, warum Giebel in den neuen Folgen nicht wie gewohnt unterwegs sein kann und trotzdem eine zentrale Rolle behält.
Für die Fans bedeutet das vor allem eines: Benedikt Beissl bleibt.
Wann die zwölf neuen Folgen der achten Staffel ausgestrahlt werden, steht derzeit noch nicht fest. Sicher ist aber bereits, dass die Zuschauer Andreas Giebel wiedersehen werden – diesmal unter ganz besonderen Umständen.
Und vielleicht wird gerade diese Staffel deshalb anders wirken als alle bisherigen.
Denn hinter der Serienfigur steht ein Schauspieler, der selbst einen schweren Einschnitt erlebt hat. Vor der Kamera sitzt nun ein Kommissar im Rollstuhl. Und hinter dieser Rolle sitzt ein Mann, der trotz seiner eigenen schwierigen Situation wieder an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt ist.
Die Kameras laufen wieder.
Andreas Giebel ist zurück.