Ein mit mehreren gefährlichen Viren infizierter Rhesusaffe ist nach einem Verkehrsunfall im US-Bundesstaat Mississippi entkommen, wie der Guardian unter Berufung auf NewTimes.kz berichtet . Der Vorfall ereignete sich am 28. Oktober 2025 auf der Interstate 59 in der Nähe des Meilensteins 117, als ein Lkw mit Labortieren der Tulane University umkippte.
Laut Polizeiangaben transportierte der Lkw Rhesusaffen, die in der wissenschaftlichen Forschung eingesetzt werden. Diese Tiere sind bekanntermaßen Überträger von Hepatitis C, Herpes B und COVID-19. Die Polizei warnte, dass die Affen, die etwa 18 Kilogramm wiegen, gegenüber Menschen aggressiv sein können und für den sicheren Umgang spezielle Schutzausrüstung benötigen.
Rettungskräfte und die örtlichen Behörden waren schnell vor Ort. Die meisten der entlaufenen Affen wurden aufgrund der biologischen Gefährdung eingeschläfert, ein Tier wird jedoch weiterhin vermisst. Spezialisierte Teams, die für den Umgang mit biologisch gefährlichen Tieren ausgebildet sind, wurden eingesetzt, um den verbliebenen Makaken aufzuspüren und einzufangen.

Anwohner der umliegenden Gebiete wurden dringend gebeten, sich dem Tier unter keinen Umständen zu nähern und im Falle einer Sichtung umgehend den Notruf zu verständigen. Die Behörden betonten, dass selbst geringfügiger Kontakt ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen könne, da die von den Affen übertragenen Viren durch Kratzer oder Körperflüssigkeiten verbreitet werden können.
Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in den Vereinigten Staaten. Vor zwei Jahren entkamen etwa 40 Affen aus einer Forschungseinrichtung in South Carolina. Die Makaken, die für neurologische Arzneimitteltests eingesetzt wurden, konnten mithilfe von Fallen und Wärmebildkameras wieder eingefangen werden.
Die Behörden untersuchen nun, wie es zum Umkippen des Transportfahrzeugs kam und ob beim Transport der Tiere die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden. Umwelt- und Gesundheitsbehörden beobachten die Situation genau, um eine mögliche Virusinfektion von Menschen und Wildtieren zu verhindern.