Harald Glööckler ist am Boden zerstört und gleichzeitig voller brodelnder Wut – der plötzliche Tod der Kessler-Zwillinge hat ihn tief getroffen und gleichzeitig in einen Strudel aus Trauer und Zorn gestürzt. Der 58-jährige Designer und Entertainer, der die Schwestern Gabriele und Gisela Kessler über viele Jahre als enge Freunde und Seelenverwandte empfand, kann die Nachricht kaum fassen. In einem emotionalen Video, das er mitten in der Nacht hochgeladen hat, bricht er zusammen und lässt seiner Verzweiflung freien Lauf: „Warum ausgerechnet sie? Warum jetzt? Das ist so ungerecht, ich bin einfach nur rasend!“
Die Kessler-Zwillinge waren für Harald mehr als Show-Kolleginnen – sie waren Familie. Seit den frühen 2000er-Jahren verband sie eine tiefe, fast symbiotische Freundschaft. Gemeinsame Auftritte, private Treffen, stundenlange Telefonate bis tief in die Nacht – die drei verstanden sich blind. Harald liebte ihre Direktheit, ihren Humor, ihre unbändige Lebensfreude trotz aller Rückschläge. „Sie haben mich immer aufgebaut, wenn ich am Boden lag“, sagt er mit tränenerstickter Stimme. „Und jetzt sind sie weg – einfach so. Das macht mich wahnsinnig.“
Der Tod der beiden Schwestern kam unerwartet und brutal. Nach einer langen Krankheitsphase, die sie tapfer vor der Öffentlichkeit verbargen, starben Gabriele und Gisela innerhalb weniger Tage nacheinander. Die Nachricht schlug in der deutschen Unterhaltungsbranche wie ein Blitz ein. Harald erfuhr es von einem gemeinsamen Freund und brach sofort zusammen. „Ich habe geschrien, ich habe geheult, ich habe alles um mich herum zerschlagen“, gesteht er offen. „Ich bin so wütend auf das Schicksal, auf die Krankheit, auf alles.“
In den letzten Tagen hat Harald kaum geschlafen. Er sitzt stundenlang in seinem Wohnzimmer, umgeben von alten Fotos, auf denen die drei lachend posieren – in Glitzerkleidern, auf roten Teppichen, bei privaten Grillabenden. „Sie haben mir beigebracht, dass man trotz allem glänzen kann“, sagt er leise. „Und jetzt glänzen sie nicht mehr – das zerreißt mich.“ Seine Partnerin Dieter ist rund um die Uhr an seiner Seite, hält ihn fest, hört zu, wenn die Wut wieder hochkocht. „Dieter ist der Einzige, der mich jetzt noch halten kann“, erklärt Harald. „Ohne ihn würde ich durchdrehen.“

Die Wut richtet sich nicht gegen Personen – sondern gegen das Leben selbst. „Warum nehmen sie zwei so wunderbare, starke Frauen? Warum nicht jemanden, der wirklich Böses getan hat?“ Harald ringt mit diesen Fragen, die keine Antwort haben. Er plant jetzt, eine große Gedenkveranstaltung zu organisieren – nicht als Trauerfeier, sondern als rauschendes Fest zu Ehren der Zwillinge. „Sie hätten gewollt, dass wir tanzen, lachen und Glitzer tragen“, sagt er entschlossen. „Genau das werde ich tun – für sie.“
Die Fans überschütten ihn mit Trost und Liebe. Tausende Kommentare unter seinem Video: „Du warst ihr Liebling – sie haben dich so geliebt“, „Weine nicht allein, Harald“, „Sie schauen jetzt von oben zu und lachen über deinen Glitzer“. Harald liest jedes Wort, antwortet auf viele und weint dabei erneut. „Eure Nachrichten sind das Einzige, was mich gerade noch am Leben hält“, schreibt er zurück.
Der Tod der Kessler-Zwillinge hat eine Lücke in Haralds Herz gerissen, die nicht so schnell heilen wird. Doch aus der Wut wächst etwas Neues: Entschlossenheit, die beiden unvergessen zu machen. Harald Glööckler trauert laut, wütend und leidenschaftlich – genau so, wie die Zwillinge es geliebt hätten. Und irgendwo da oben, in all dem Glanz, den sie so liebten, lächeln sie vielleicht gerade über ihren verrückten, wunderbaren Freund, der sie nie vergessen wird.
