Lange hatte man Peter Weck nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Der österreichische Schauspieler, Regisseur und Theatermacher, der über Jahrzehnte zu den bekanntesten Gesichtern des deutschsprachigen Fernsehens gehörte, hatte sich nach einem schweren gesundheitlichen Einschnitt weitgehend zurückgezogen.
Dann tauchte plötzlich ein Bild auf, das viele seiner Fans berührte.
Peter Weck, inzwischen 94 Jahre alt, sitzt in einem Rollstuhl. Neben ihm seine Kinder Barbara und Philipp. In seinem Gesicht ist deutlich zu erkennen, dass dieser Tag für ihn kein gewöhnlicher öffentlicher Auftritt ist. Weck ist nicht gekommen, um sich feiern zu lassen. Er ist gekommen, um Abschied zu nehmen.
Der Anlass war die Trauerfeier für seinen langjährigen Freund und Wegbegleiter Otto Schenk. Der österreichische Schauspieler und Theaterregisseur war im Januar 2025 im Alter von 94 Jahren gestorben. Für Weck war dieser Verlust offenbar besonders schwer. Die beiden Männer verband eine jahrzehntelange Freundschaft und eine gemeinsame Geschichte im Film und Fernsehen.
Die Zeremonie fand im Wiener Stephansdom statt.
Dort versammelten sich Familie, Freunde und zahlreiche Weggefährten, um Otto Schenk die letzte Ehre zu erweisen. Unter ihnen war auch Peter Weck – obwohl sein eigener Gesundheitszustand die Teilnahme an einem solchen Ereignis inzwischen zu einer großen Herausforderung macht.
Seit seinem Schlaganfall Anfang 2022 ist Weck auf einen Rollstuhl angewiesen. Die Folgen des Schlaganfalls waren erheblich. Zeitweise konnte der Schauspieler nicht sprechen, und vor allem die rechte Körperhälfte blieb beeinträchtigt. Auch nach intensiver Rehabilitation erholte er sich nur langsam.
Für seine Fans war deshalb allein seine Anwesenheit im Stephansdom eine Überraschung.
Denn Weck hatte sich seit langer Zeit nicht mehr öffentlich gezeigt.
Er, der früher bei Premieren, auf Theaterbühnen und vor Fernsehkameras selbstverständlich im Mittelpunkt stand, hatte sich zurückgezogen. Interviews gab er kaum noch. Öffentliche Termine wurden selten. Sein Leben spielte sich zunehmend außerhalb der Öffentlichkeit ab.
Doch für Otto Schenk machte er eine Ausnahme.
Und dieser Abschied wurde sichtbar emotional.
Während der Trauerfeier konnte Peter Weck seine Gefühle offenbar nicht verbergen. Immer wieder hatte er Tränen in den Augen. Auf Bildern ist zu sehen, wie er ein Taschentuch in der Hand hält und sichtlich um seinen verstorbenen Freund trauert.
Es war ein stiller Moment – und gleichzeitig ein Bild, das viel über die Verbindung zwischen den beiden Männern erzählt.
Weck und Schenk waren nicht nur Kollegen.
Sie hatten gemeinsam gearbeitet, unter anderem bei Produktionen wie „Zwei unter einem Dach“ und „Ein Schutzengel auf Reisen“. Über viele Jahre hinweg kreuzten sich ihre beruflichen Wege immer wieder. Aus der Zusammenarbeit entstand eine persönliche Freundschaft, die weit über einzelne Filmprojekte hinausging.
Vielleicht war genau deshalb dieser Abschied für Weck so schwer.
Er hatte in seinem Leben bereits viele Menschen verloren. Einer der schmerzhaftesten Verluste war der Tod seiner Ehefrau Ingrid.
Mit Ingrid war Peter Weck 45 Jahre verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder, Barbara und Philipp. Im Jahr 2012 starb Ingrid überraschend an einem Herzinfarkt. Ihr Tod traf Weck tief und veränderte sein Leben nachhaltig.
Nach ihrem Tod zog er sich für längere Zeit zurück.
Später erzählte Weck offen, wie schwer diese Jahre für ihn gewesen waren. Er litt unter Depressionen und dachte zeitweise sogar daran, sich vollständig aus dem Leben zurückzuziehen. Auch die Idee, in ein Kloster zu gehen und dort nur noch zu meditieren, habe er damals erwogen. Seine Kinder hätten ihm in dieser schwierigen Zeit Halt gegeben.
Nun saß er wieder bei einer Trauerfeier.
Wieder ging es um einen Menschen, der zu seinem Leben gehört hatte.
Und wieder musste er Abschied nehmen.
Dabei fällt auf, dass seine beiden Kinder Barbara und Philipp an seiner Seite waren. Sie begleiteten ihren Vater in den Stephansdom und blieben während der Zeremonie bei ihm. Für Weck dürfte ihre Anwesenheit besonders wichtig gewesen sein. Schließlich sind sie nicht nur seine Kinder, sondern gehören zu den Menschen, die ihn auch durch schwierige Zeiten begleitet haben.
Doch eine andere Person fehlte.
Peter Weck hatte 2020 eine neue Lebensgefährtin vorgestellt: die Kinderpsychologin Joanna Rzepa. Sie ist 43 Jahre jünger als der Schauspieler. Weck hatte damals offen über seine neue Beziehung gesprochen und erklärt, dass ihre Nähe ihm ein warmes und wohliges Gefühl gebe.
Bei der Trauerfeier für Otto Schenk war sie allerdings nicht an seiner Seite.
Warum, ist nicht bekannt.
Auch die Frage, ob Weck und Rzepa zu diesem Zeitpunkt noch ein Paar waren, blieb öffentlich unbeantwortet. Der Schauspieler zog sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück und reagierte nicht mehr auf entsprechende Interviewanfragen.
Damit wurde dieser Auftritt im Wiener Stephansdom noch ungewöhnlicher.
Peter Weck erschien nicht als gefeierter Schauspieler.
Nicht als Regisseur.
Nicht als einstiger Publikumsliebling.
Sondern als Freund, der um einen Menschen trauerte.
Und vielleicht war gerade das der persönlichste öffentliche Moment, den seine Fans seit langer Zeit von ihm gesehen hatten.
Denn Peter Wecks Karriere ist außergewöhnlich.
Er stand bereits in jungen Jahren vor der Kamera, spielte unter anderem in der berühmten „Sissi“-Trilogie und wurde später durch „Ich heirate eine Familie“ zu einem der bekanntesten Fernsehschauspieler Deutschlands und Österreichs. Als Werner Schumann erreichte er gemeinsam mit Thekla Carola Wied ein Millionenpublikum.
Doch Weck war weit mehr als ein Schauspieler.
Er arbeitete als Regisseur, Produzent und Theaterintendant und prägte über Jahrzehnte die deutschsprachige Kulturlandschaft.
Sein Leben war lange von Arbeit, Premieren und öffentlicher Aufmerksamkeit geprägt.
Umso stärker fällt der Kontrast zu den heutigen Bildern auf.
Der Mann, der früher über Bühnen ging und vor Kameras stand, sitzt inzwischen im Rollstuhl.
Der Mann, der jahrzehntelang Menschen unterhielt, wirkt auf den Bildern still und nachdenklich.
Und der Mann, der so viele Rollen spielte, zeigt in diesem Moment keine Rolle mehr.
Nur Trauer.
Trotzdem bedeutet der Rollstuhl nicht, dass Peter Weck seinen Lebensmut verloren hat. Noch zu seinem 95. Geburtstag im August 2025 sprach er von seinem Alter mit Dankbarkeit. Er bezeichnete 95 Jahre als ein „äußerst dankbares Geschenk“ und betonte, dass er sein Leben stets mit Herz und anhaltender Neugier gelebt habe. Sein Gesundheitszustand sei inzwischen stabil, auch wenn die Folgen des Schlaganfalls weiterhin seinen Alltag bestimmen.
Diese Haltung macht die Bilder aus dem Stephansdom vielleicht noch berührender.
Denn Weck kam trotz seiner Einschränkungen.
Er hätte sich zurückziehen können.
Er hätte die Trauerfeier aus gesundheitlichen Gründen meiden können.
Doch er entschied sich anders.
Für einen alten Freund machte er sich auf den Weg.
Und als die letzten Worte gesprochen wurden, konnte er seine Emotionen nicht mehr verstecken.
Die Bilder zeigen einen Peter Weck, den viele Zuschauer so noch nie gesehen hatten.
Nicht den charmanten Familienvater aus „Ich heirate eine Familie“.
Nicht den eleganten Schauspieler aus den „Sissi“-Filmen.
Nicht den erfolgreichen Theatermacher.
Sondern einen 94-jährigen Mann, der um einen Menschen weint, der ihn jahrzehntelang begleitet hatte.
Und genau darin lag die eigentliche Überraschung dieses Tages.
Peter Weck war seit seinem Schlaganfall 2022 kaum noch öffentlich aufgetreten. Erst die Trauerfeier für seinen engen Freund Otto Schenk brachte ihn wieder vor die Kameras. Im Rollstuhl und begleitet von seinen Kindern Barbara und Philipp nahm er im Wiener Stephansdom Abschied – und konnte dabei seine Tränen nicht zurückhalten.
Es war kein Comeback.
Es war kein Auftritt.
Es war ein Abschied.
Und vielleicht gerade deshalb einer der persönlichsten Momente im späten Leben der österreichischen TV-Legende.