Peter Weck im Rollstuhl bei der Trauerfeier – doch nicht nur sein Zustand bewegte die Menschen

Lange war es still um Peter Weck. Der Schauspieler, Regisseur und Theatermann, der über Jahrzehnte zu den bekanntesten Gesichtern des deutschsprachigen Fernsehens gehörte, hatte sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Umso bewegender war der Moment, als er plötzlich wieder vor Kameras auftauchte.

Doch der Anlass hätte trauriger kaum sein können.

Peter Weck kam zu einer Trauerfeier in den Wiener Stephansdom, um von seinem langjährigen Freund und Wegbegleiter Otto Schenk Abschied zu nehmen. Schenk war im Januar 2025 im Alter von 94 Jahren gestorben. Für Weck war es offenbar ein Verlust, der ihn tief traf. Während der Zeremonie konnte er seine Tränen nicht zurückhalten.

Dabei fiel sofort auf, wie sehr sich das Leben des einst so aktiven Fernsehstars verändert hat.

Weck erschien im Rollstuhl. Seit einem Schlaganfall Anfang 2022 ist der Schauspieler auf diesen angewiesen. Trotz Rehabilitation und regelmäßigem Training verlief seine Erholung nur langsam. Nach dem Schlaganfall hatte er sich immer stärker aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Für viele Zuschauer dürfte dieser Anblick besonders emotional gewesen sein.

Denn Peter Weck war über Jahrzehnte jemand, den man mit Bewegung, Energie und großer Präsenz verband. Millionen Menschen kennen ihn vor allem als Werner Schumann aus der Kultserie „Ich heirate eine Familie“. Zwischen 1983 und 1986 spielte er dort den Familienvater und wurde damit zu einem festen Bestandteil der deutschen Fernsehgeschichte.

Auch seine Verbindung zum Kino ist eng mit großen Namen verbunden. In den 1950er- und 1960er-Jahren stand Weck unter anderem gemeinsam mit Romy Schneider vor der Kamera und war im berühmten „Sissi“-Film zu sehen. Später machte er sich nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur, Produzent und Theaterintendant einen Namen.

Doch an diesem Tag ging es nicht um seine Karriere.

Es ging um einen Menschen, der ihm über viele Jahre nahestand.

Otto Schenk und Peter Weck verband nicht nur die Schauspielerei. Sie arbeiteten gemeinsam an verschiedenen Produktionen und kannten sich auch privat sehr gut. Unter anderem standen sie für „Zwei unter einem Dach“ und „Ein Schutzengel auf Reisen“ gemeinsam vor beziehungsweise hinter der Kamera.

Als die Trauerfeier begann, saß Weck zwischen seinen Kindern Barbara und Philipp. Eine wärmende Decke lag über seinen Beinen, während er aufmerksam dem Gottesdienst folgte.

Doch immer wieder wurde sichtbar, wie schwer ihm der Abschied fiel.

Weck weinte.

Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Mit einem Taschentuch in der Hand saß der einst so bekannte TV-Star in der Kirche und nahm Abschied von einem Freund, der ihn über Jahrzehnte begleitet hatte.

Dieser Moment zeigte eine Seite des Schauspielers, die das Publikum nur selten zu sehen bekam.

Peter Weck war lange jemand gewesen, der auf der Bühne und vor der Kamera andere zum Lachen brachte. Nun saß er selbst still und sichtbar bewegt in der Kirche.

Und plötzlich rückte auch seine eigene Lebensgeschichte wieder in den Mittelpunkt.

Besonders schmerzlich war für ihn bereits der Tod seiner Ehefrau Ingrid gewesen. Die beiden waren 45 Jahre miteinander verheiratet. Weck bezeichnete sie einst als das Beste, was ihm im Leben passiert sei. 2012 starb Ingrid an einem Herzinfarkt.

Ihr Tod hinterließ eine tiefe Lücke.

Weck sprach später offen darüber, wie schwer er diesen Verlust verkraftete. In einem Interview berichtete er sogar von einer sehr dunklen Phase seines Lebens. Die Trauer habe ihn über Jahre begleitet.

Umso bemerkenswerter war es, dass er später wieder eine neue Liebe fand.

2020 stellte Peter Weck die Kinderpsychologin Joanna Rzepa als seine Partnerin vor. Sie war 43 Jahre jünger als der Schauspieler. Weck sprach damals liebevoll über die Beziehung und beschrieb das Gefühl, das sie ihm gebe, als etwas Warmes und Wohliges.

Doch ausgerechnet bei der Trauerfeier für Otto Schenk fehlte Joanna.

Und damit entstand eine weitere Frage, die viele Beobachter beschäftigte.

Sind Peter Weck und Joanna Rzepa überhaupt noch ein Paar?

Eine klare Antwort darauf gibt es nicht.

Bei der Trauerfeier war sie nicht an seiner Seite. Weck erschien stattdessen gemeinsam mit seinen beiden Kindern Barbara und Philipp. Auch öffentliche Auftritte des Schauspielers sind inzwischen selten geworden. Interviewanfragen weist er seit längerer Zeit zurück.

Es wäre allerdings falsch, aus ihrer Abwesenheit automatisch auf eine Trennung zu schließen. Öffentlich bestätigt ist eine solche nicht.

Genau diese Ungewissheit macht den Auftritt umso bemerkenswerter.

Peter Weck wird 95! „Manchmal vergesse ich, wer ich eigentlich bin“ |  Unterhaltung | BILD.de

Peter Weck, der sein Privatleben früher durchaus mit dem Publikum teilte, scheint heute andere Prioritäten zu setzen. Nach den gesundheitlichen Veränderungen der vergangenen Jahre ist sein Leben wesentlich ruhiger geworden.

Doch für einen Freund machte er eine Ausnahme.

Er kam zur Trauerfeier, obwohl der Weg in die Öffentlichkeit für ihn inzwischen alles andere als selbstverständlich ist.

Vielleicht war es genau das, was diesen Auftritt so bewegend machte.

Nicht der Rollstuhl allein. Nicht die Jahre, die vergangen sind. Sondern die Tatsache, dass ein Mann, der sich längst zurückgezogen hatte, für einen letzten Abschied noch einmal unter Menschen ging.

Und dann wurde sichtbar, wie tief die Freundschaft zwischen zwei großen österreichischen Künstlern tatsächlich gewesen war.

Weck konnte seine Gefühle nicht verbergen.

Zwischen seinen Kindern sitzend, mit Tränen in den Augen und einem Taschentuch in der Hand, nahm er Abschied von Otto Schenk.

Für viele Zuschauer war es damit gleichzeitig ein stilles Wiedersehen mit einer TV-Legende, die sie seit Jahren nicht mehr öffentlich gesehen hatten.

Und genau hier liegt die vielleicht berührendste Erkenntnis dieses Tages:

Peter Weck war nicht in den Stephansdom gekommen, um über sich selbst zu sprechen.

Er war gekommen, weil er sich von einem Menschen verabschieden wollte, der ihm wichtig war.

Sein Rollstuhl erzählte dabei eine Geschichte über die vergangenen Jahre. Seine Tränen erzählten eine andere – über Freundschaft, Verlust und die Menschen, die selbst nach Jahrzehnten noch einen festen Platz im Herzen behalten.

Und eine Frage blieb am Ende offen: Joanna Rzepa, die einst als seine große neue Liebe an seiner Seite stand – warum war sie an diesem wichtigen Tag nicht bei ihm?

Ob ihre Beziehung noch besteht, ist bis heute nicht öffentlich geklärt. Sicher ist nur: Peter Weck wurde an diesem schweren Tag von seinen Kindern begleitet und verabschiedete sich unter Tränen von seinem langjährigen Freund Otto Schenk.

Ein stiller Auftritt. Ein trauriger Anlass. Und ein seltener Blick auf den Menschen hinter der TV-Legende.