Der Name Frank Beard ist untrennbar mit ZZ Top verbunden. Mehr als fünf Jahrzehnte saß er hinter dem Schlagzeug der legendären texanischen Rockband und prägte gemeinsam mit Billy Gibbons und Dusty Hill einen Sound, den Millionen Menschen auf der ganzen Welt sofort erkannten. Nun ist diese Ära endgültig vorbei.
Frank Beard ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Die Nachricht traf viele Fans besonders hart, denn der Musiker hatte sich in den vergangenen Monaten zunehmend aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Was zunächst wie eine vorübergehende Pause wirkte, bekam im Nachhinein eine ganz andere Bedeutung.
Sein Tod wurde am 18. August bekannt gegeben. Beard war bereits am 17. August auf seiner Ranch in Richmond im US-Bundesstaat Texas gestorben. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Hospizbetreuung und war von Familienangehörigen umgeben. Die genaue Todesursache wurde zunächst nicht öffentlich gemacht.
Für die Fans von ZZ Top ist dieser Abschied besonders schwer. Denn Beard war nicht einfach irgendein Schlagzeuger, der irgendwann zur Band stieß und später wieder verschwand. Er war über 56 Jahre lang ein fester Bestandteil der klassischen Besetzung. Seit den späten 1960er-Jahren gehörte er zu jener außergewöhnlichen Formation, die ZZ Top zu einer der bekanntesten Rockbands der Welt machte.
Gemeinsam mit Billy Gibbons und Dusty Hill stand Beard für ein Bild, das fast schon zu einer eigenen Marke wurde: lange Bärte, Sonnenbrillen, Hüte und dazu der unverwechselbare Texas-Rock. Doch ausgerechnet Frank Beard, dessen Nachname im Englischen „Bart“ bedeutet, war lange Zeit das Mitglied ohne den berühmten langen Bart.
Seine musikalische Bedeutung war dagegen kaum zu übersehen. Sein präzises Schlagzeugspiel bildete das rhythmische Fundament vieler ZZ-Top-Hits. Songs wie „La Grange“, „Tush“, „Sharp Dressed Man“, „Legs“ und „Gimme All Your Lovin’“ wurden zu Klassikern. Die Band verkaufte weltweit Millionen Tonträger und wurde 2004 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Doch während ZZ Top auf der Bühne jahrzehntelang eine scheinbar unerschütterliche Einheit bildete, hatte Beard privat immer wieder mit schwierigen Phasen zu kämpfen.
Schon in den 1970er-Jahren geriet sein Leben zeitweise aus den Fugen. Der Erfolg, die Tourneen und das Leben als Rockstar brachten nicht nur Ruhm und Geld, sondern auch persönliche Probleme mit sich. Beard kämpfte mit einer Suchtproblematik und zog sich schließlich aus dem Musikgeschäft zurück, um sich behandeln zu lassen.
ZZ Top legte damals sogar eine längere Pause ein. Beard fand schließlich zurück zur Band und setzte seine Karriere fort. Die schwierige Zeit wurde Teil seiner persönlichen Geschichte – doch er schaffte es, wieder auf die Bühne zurückzukehren und dort über Jahrzehnte hinweg zu bleiben.
Immer wieder gab es später gesundheitliche Rückschläge. Bereits 2002 musste Beard nach einer Notoperation am Blinddarm mehrere Auftritte verpassen. Doch solche Unterbrechungen gehörten letztlich zu kurzen Episoden in einer außergewöhnlich langen Karriere.
Dann kam das Jahr 2025.
Im März teilte ZZ Top mit, dass Beard wegen eines gesundheitlichen Problems vorübergehend aus der laufenden Tour aussteigen müsse. Zunächst wurden keine Einzelheiten genannt. Später wurde bekannt, dass es sich unter anderem um Probleme mit Fuß und Knöchel gehandelt hatte. Beard kehrte schließlich wieder zurück und stand noch im Herbst 2025 mit ZZ Top auf der Bühne.
Sein letzter Auftritt sollte jedoch nicht das Ende der Geschichte sein.
2026 fehlte Beard bei den Tourterminen der Band. Für die Fans musste das zunächst wie eine weitere gesundheitlich bedingte Pause aussehen. Ein Ersatzmusiker übernahm seinen Platz hinter dem Schlagzeug. ZZ Top machte trotzdem weiter.
Doch dann wurde die Situation immer auffälliger.
Am 5. August sollte die Band im Hollywood Bowl in Los Angeles auftreten. Das Konzert wurde kurzfristig abgesagt. Als Grund wurden zunächst nicht näher erklärte Schwierigkeiten genannt. Im Nachhinein wurde klar, dass Beards gesundheitliche Situation dabei eine wichtige Rolle gespielt hatte.
Nur wenige Tage später kam die Nachricht, die für viele Fans völlig anders wirkte als alle bisherigen Meldungen.
Frank Beard war gestorben.
Damit erhielten seine letzten Monate plötzlich eine neue Bedeutung. Die lange Abwesenheit von der Bühne, die abgesagten Auftritte und die zunehmenden gesundheitlichen Sorgen waren offenbar keine gewöhnliche Pause gewesen. Beard befand sich bereits in einer schweren gesundheitlichen Phase.
Dennoch hielt sich die Familie beziehungsweise das Umfeld des Musikers mit Einzelheiten zurück. Und genau das lässt eine entscheidende Frage bis heute offen: Woran starb Frank Beard tatsächlich?
Die Antwort ist bislang nicht bekannt.
Fest steht lediglich, dass Beard vor seinem Tod in Hospizbetreuung war und seine letzten Stunden auf seiner Ranch in Texas im Kreis seiner Familie verbrachte. Eine offizielle Todesursache wurde nicht mitgeteilt. Auch deshalb wäre es falsch, aus den zuvor bekannten gesundheitlichen Problemen auf eine konkrete Erkrankung oder Todesursache zu schließen.
Für seine Bandkollegen bleibt vor allem die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Musiker.
Billy Gibbons, der nun als einziges noch lebendes Mitglied der klassischen ZZ-Top-Besetzung übrig ist, würdigte Beard als außergewöhnlich innovativen Schlagzeuger und engen Freund. Besonders bewegend ist dabei die Aussage, dass ZZ Top trotz seines Todes weitermachen soll – ganz im Sinne dessen, was Beard selbst gewollt habe.
Damit wiederholt sich eine Geschichte, die ZZ Top bereits vor fünf Jahren erlebt hatte.
2021 starb Bassist Dusty Hill im Alter von 72 Jahren. Auch damals stand die Frage im Raum, ob die Band ohne eines ihrer drei prägenden Mitglieder überhaupt weitermachen könne. Hill hatte jedoch gewünscht, dass ZZ Top nicht aufhört. Elwood Francis übernahm daraufhin seinen Platz am Bass.
Nun ist auch Frank Beard nicht mehr da.
Von der legendären Formation, die über Jahrzehnte gemeinsam auftrat, bleibt damit nur noch Billy Gibbons übrig. Für viele Fans ist das ein besonders schmerzhafter Gedanke: Eine Band, deren klassische Besetzung über fünf Jahrzehnte nahezu unverändert blieb, hat nun zwei ihrer drei Mitglieder verloren.
Und genau darin liegt die eigentliche Tragik von Frank Beards Geschichte.
Er verabschiedete sich nicht mit einem letzten großen Konzert. Es gab keine lange Abschiedstour und keinen letzten spektakulären Bühnenmoment. Sein letzter Abschnitt spielte sich weitgehend außerhalb des Rampenlichts ab.
Fast ein Jahr nach seinen ersten gesundheitlichen Problemen und nur wenige Monate nach seiner letzten Rückkehr auf die Bühne wurde aus einer scheinbaren Pause ein endgültiger Abschied.
Die genaue Ursache seines Todes bleibt jedoch weiterhin offen.
Bekannt ist nur: Frank Beard starb am 17. August 2026 im Alter von 77 Jahren auf seiner Ranch in Richmond, Texas, während er in Hospizbetreuung war und seine Familie bei ihm war. Warum sich sein Gesundheitszustand zuletzt so stark verschlechterte, ist öffentlich nicht abschließend erklärt worden.
Für die Rockgeschichte aber bleibt etwas, das niemand mehr ändern kann: Frank Beard war 56 Jahre lang der Beat von ZZ Top.
Und auch wenn hinter seinen letzten Monaten weiterhin Fragen stehen, wird seine Musik noch lange weiterlaufen.
