Vom Milchmann zur Filmikone: Sean Connerys Aufstieg zum Sexiest Man Alive

Nun, lieber Liebhaber des klassischen Kinos und Kenner wahrer männlicher Schönheit, sind Sie bereit, die Geschichte zu hören, wie ein gewöhnlicher Junge aus einer Arbeiterfamilie zur Legende wurde? Dann schnallen Sie sich an, denn Sean Connerys Leben ist eine so dramatische Reise, dass selbst Hollywood ihn beneiden würde.

Von der Kommodenschublade zur Königskrone


Thomas Sean Connery wurde in eine Familie mit sehr wenig Geld hineingeboren. Seine Mutter putzte in fremden Häusern, sein Vater schuftete sich in einer Fabrik den Rücken ab und der kleine Sean schlief in einer Kommodenschublade. Ja, ein Kinderbett war ein Luxus, den sich die Familie Connery nicht leisten konnte.

Mit dreizehn brach er die Schule ab (denn Wissen ist zwar gut, aber kein Brot) und begann, Milch auszuliefern. Romantisch, oder? Von da an arbeitete er in einer Reihe von Jobs: Rettungsschwimmer, Sargpolierer, Model an einer Kunsthochschule. Ja, derselbe Mann, der später Millionen von Frauen auf der Leinwand bezauberte, polierte einst Särge – und schlief sogar in einem, als er sich kein Zimmer in einer Jugendherberge leisten konnte.

Sean Connery in seiner Jugend


Mit 16 Jahren trat Sean der Royal Navy bei. Er ist der einzige Schauspieler, der James Bond spielte und tatsächlich in der Marine diente, genau wie seine Filmfigur. Dort ließ er sich zwei Tattoos stechen: „Mom and Dad“ und „Scotland Forever“. Der Junge wusste offensichtlich, was ihm am wichtigsten war: Familie und Vaterland. Sein Dienst war jedoch nur von kurzer Dauer – ein Magengeschwür zwang ihn zur Rückkehr in die Heimat.

Vom Bodybuilder zu Bond: eine lebenslange Reise


Zurück in Edinburgh sammelte Sean weiterhin Jobs wie Briefmarken: Fahrer, Leibwächter, Bauarbeiter. Später trat er dem Royal Edinburgh Theatre bei, begann mit Bodybuilding und belegte sogar den dritten Platz beim „Mr. Universe“-Wettbewerb. Stellen Sie sich das vor – der zukünftige, kultivierte Agent 007, der nur in Badehose seine Muskeln spielen lässt.

Sean Connery als Bond
Und das Interessanteste daran: Als die Produzenten Connery für die Rolle des James Bond auswählten, war Ian Fleming, der „Vater“ von 007, strikt dagegen. Er fand Connery zu rau, ungeschliffen und – Gott bewahre – eher schottisch als englisch! Fleming stellte sogar eine Liste mit sieben Schauspielern zusammen, die er für die Rolle haben wollte – Sean war nicht darauf.

Doch als Connery schließlich Bond verkörperte, war Fleming so beeindruckt, dass er sogar die Biografie der Figur umschrieb und ihn zu einem Halbschotten machte. Das ist Charisma – es brachte einen Autor dazu, seinen eigenen Helden neu zu schreiben.

Geheimnisse von Agent 007


Ein paar überraschende Fakten:

  • In allen Bond-Filmen außer dem ersten trug Connery eine Perücke. Ja, dieses üppige Haar war falsch.

  • Er hatte panische Angst vor Spinnen und Ampeln. Stellen Sie sich vor, 007 würde beim Anblick einer Spinne in Ohnmacht fallen!

  • Erst beim 27. Versuch gelang es ihm, seinen berühmten Hut auf eine Garderobe zu werfen.

Sean Connerys Privatleben:
Connery selbst sagte, er habe mit 13 Jahren seine Jungfräulichkeit „mit einer Frau in Militäruniform“ verloren. Frühe Reife, wahrlich. Später war er mit Hollywood-Schönheiten wie Ursula Andress, Brigitte Bardot und Lana Turner liiert. Einmal stürmte ein eifersüchtiger Verehrer von Lana Turner sogar mit einer Waffe das Set, doch Connery – ein ausgebildeter Karate-Kämpfer – überwältigte ihn mühelos und warf ihn vom Set.

Sean war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe mit Diane Cilento hielt elf Jahre; aus der Ehe ging ein Sohn namens Jason hervor. Später ließ er sich scheiden. Mit seiner zweiten Frau, der marokkanischen Künstlerin Micheline Roquebrune, verbrachte er über 40 Jahre in Liebe und Harmonie.

Vater des Jahres? Nicht ganz.
Connerys Vaterrolle war unkonventionell. Er warnte seinen Sohn Jason: „Von mir kriegst du keinen Penny!“ Und er hielt Wort. Jason war so arm, dass er einflussreiche Freunde seines Vaters um Geld bitten musste. Später wurde Jason jedoch selbst ein berühmter Schauspieler und Regisseur.

Titel und Anerkennung
Im Jahr 2000 wurde Connery schließlich von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Gerüchten zufolge zögerte Ihre Majestät wegen seiner Unterstützung der schottischen Unabhängigkeit. Doch schließlich gab sie nach – Bonds Charisma wirkt offenbar sogar auf Monarchen.

1989 kürte das People-Magazin den damals 59-jährigen Connery zum „Sexiest Man Alive“ und zehn Jahre später zum „Sexiest Man of the Century“. Der Schauspieler selbst scherzte darüber: „Manchmal denke ich, dieser Titel wurde 1989 erfunden, um mich für den Rest meines Lebens zu quälen.“

Der Tod des Schauspielers


Das Jahr 2020 hat uns viel genommen, doch der Verlust von Sean Connery war für die Filmwelt besonders schmerzhaft. Auch am Ende gelang es dem legendären Schauspieler, zu überraschen und seinen Überzeugungen treu zu bleiben.

Während sich die Fans darauf vorbereiteten, Blumen am Grab ihres Idols niederzulegen, enthüllte die Familie Connery eine Überraschung: Es würde keine traditionelle Begräbnisstätte geben. Statt eines üblichen Grabsteins mit der Aufschrift „Hier liegt Sir Sean“ wünschte sich der Schauspieler etwas weitaus Kreativeres.

Zu seinem 92. Geburtstag wurde seine Asche drei Tage lang in ganz Schottland verstreut – an Orten, die ihm besonders am Herzen lagen.