Dan McGrath – der gefeierte Autor, Redakteur und kreative Kopf hinter einigen der bekanntesten Zeichentrickserien der letzten drei Jahrzehnte – ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Der gefeierte Geschichtenerzähler starb am 14. November in Brooklyn an den Folgen eines Schlaganfalls, wie seine Familie bestätigte.
Der 1964 in Brooklyn geborene McGrath zeichnete sich schon früh durch seinen scharfen Verstand und seinen intellektuellen Humor aus. Nach seinem Abschluss an der Regis High School studierte er an der Harvard University, wo er Vizepräsident des renommierten Satiremagazins „ The Harvard Lampoon“ wurde – einer Publikation, die die Karrieren zahlreicher bahnbrechender Comedy-Autoren begründete. In Harvard widmete er sich zudem intensiv dem Theater und schärfte so sein komödiantisches Talent, das seine Karriere prägen sollte.
Nach dem College stieß McGrath zum Autorenteam von Saturday Night Live! hinzu und erhielt für seine Arbeit an der legendären Sketch-Comedy-Sendung eine Emmy-Nominierung. Doch erst sein Wechsel zum Animationsfilm festigte seinen Ruf.

McGrath wirkte an einigen der beliebtesten und kulturell einflussreichsten Serien aller Zeiten mit. Zu seinen Drehbüchern für „ Die Simpsons“ gehört die bei den Fans hochgelobte Folge „Homer“ , die ihm einen Emmy einbrachte und zu einem Paradebeispiel für die gelungene Mischung aus Absurdität und emotionaler Tiefe der Serie wurde. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen „Gravity Falls“ , „King of the Hill“ , „The Super Hero Squad Show “ und diverse andere Animationsprojekte, die eine ganze Generation von Zuschauern prägten.
Kollegen erinnern sich an McGrath als einen Autor mit „der Präzision eines Mathematikers und dem Herzen eines Poeten“, jemanden, der Witze mit Satire, Philosophie und Herzlichkeit verbinden konnte. Sein Erzählstil prägte den Tonfall moderner Animationskomödie – geistreich, emotional und zeitlos.
Dan McGrath hinterlässt ein Werk, das auch heute noch Generationen von Autoren und Animatoren inspiriert. Sein Einfluss lebt in jedem Lachen, jedem Staunen und jedem berührenden Moment fort, den seine Drehbücher zum Leben erweckt haben.