Die in Schweden geborene Schauspielerin May Britt, deren Talent und Lebensgeschichte sie zu einer der faszinierendsten Persönlichkeiten Hollywoods Mitte des 20. Jahrhunderts machten, ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Ihr Sohn, Mark Davis, bestätigte, dass sie am 11. Dezember 2025 im Providence Cedars-Sinai Tarzana Medical Center in Los Angeles eines natürlichen Todes gestorben ist.
Britts Leben war eine bemerkenswerte Mischung aus filmischem Erfolg, persönlichem Mut und kultureller Bedeutung. Sie fesselte nicht nur das Publikum mit ihren Darbietungen auf den Leinwänden Europas und Amerikas, sondern meisterte auch eine der gesellschaftlich am stärksten beäugten Ehen ihrer Zeit mit Anmut und Würde. Von den ruhigen Straßen einer schwedischen Insel bis zur glitzernden, oft unerbittlichen Welt Hollywoods wurde sie zu einem Symbol für Kunstfertigkeit, Widerstandsfähigkeit und Liebe angesichts gesellschaftlichen Drucks.

Von Lidingö ins Rampenlicht:
Maj-Britt Wilkens wurde am 22. März 1934 in Lidingö, einem beschaulichen Küstenort nordöstlich von Stockholm, geboren und wuchs fernab des Hollywood-Glamours auf, der später ihr Leben prägen sollte. Ihre Eltern, Hugo und Hillevi Wilkens, führten ein einfaches Leben – ihr Vater war Postbeamter, ihre Mutter Hausfrau.
Als junge Frau widmete sich Britt der Fotografie und arbeitete als Assistentin in Stockholm. Mit nur 18 Jahren griff das Schicksal ein: Die italienischen Filmemacher Carlo Ponti und Mario Soldati entdeckten sie, als sie für ihren Abenteuerfilm „ Jolanda, die Tochter des schwarzen Korsaren“ nach neuen Talenten suchten . Ihre markante Ausstrahlung und ihre fotogene Schönheit ebneten ihr den Weg zu einer Filmkarriere, die sie über Kontinente führen sollte.
Der aufstrebende Star des europäischen Kinos,
der unter dem Künstlernamen May Britt bekannt wurde, zog nach Rom und erwarb sich in den frühen 1950er Jahren schnell einen Namen im italienischen Film. Ihre Vielseitigkeit zeigte sich in Abenteuer-, Drama- und Melodram-Genres. Der große Durchbruch gelang ihr 1956 mit der Hauptrolle an der Seite von Audrey Hepburn und Henry Fonda in King Vidors epischem Roman „ Krieg und Frieden“ , was ihr die Aufmerksamkeit Hollywoods einbrachte und den Grundstein für eine internationale Karriere legte.

Hollywood-Starruhm und ikonische Rollen
: 1957 unterzeichnete Britt einen langfristigen Vertrag mit 20th Century Fox – eine Seltenheit für eine europäische Schauspielerin zu jener Zeit. Sie wirkte in namhaften Filmen mit, darunter:
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In „Die Jäger “ (1958) spielte er neben Robert Mitchum und Robert Wagner und bewies dabei seine schauspielerische Leistung in einem Drama über den Koreakrieg.
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In „Die jungen Löwen“ (1958) spielte er an der Seite von Marlon Brando und Montgomery Clift in einer Geschichte über den Zweiten Weltkrieg.
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In „Der blaue Engel“ (1959) spielte sie die Rolle der Lola-Lola und erntete viel Lob für ihre mitreißende und intensive Darstellung.
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Murder, Inc. (1960), wo sie Eadie Collins verkörperte und damit ihr Können im Genre der realistischen Kriminalgeschichten unter Beweis stellte.
Ihre Eleganz und ihr Charisma brachten ihr Magazincover und Lob als aufstrebender internationaler Star ein.
Eine Liebe, die Geschichte schrieb:
1959 lernte Britt den gefeierten Entertainer und Rat-Pack-Mitglied Sammy Davis Jr. kennen. Ihre Romanze erregte schnell Aufsehen, und ihrer Verlobung im Juni 1960 folgte am 13. November 1960 eine historische Hochzeit. Zu einer Zeit, als Mischehen in 31 US-Bundesstaaten noch illegal waren, entfachte ihre Verbindung eine heftige öffentliche Debatte über Rasse, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Normen.
Die Hochzeit fand in Davis’ Haus in Los Angeles statt und wurde von etwa 200 Gästen besucht, darunter Frank Sinatra als Trauzeuge. Britt, die vor der Heirat zum Judentum konvertiert war, war 26, Davis 34. Das Paar sah sich Anfeindungen aus der Öffentlichkeit und Morddrohungen ausgesetzt und benötigte zeitweise sogar bewaffneten Schutz. Trotz der Gefahren betonte Britt, dass ihre Liebe zu Davis stärker sei als jeglicher gesellschaftlicher Druck.

Familienleben im Rampenlicht:
Britt und Davis hatten eine Tochter, Tracey Davis, und adoptierten zwei Söhne, Mark Sidney Davis und Jeff Davis. Ihr Haus in Beverly Hills wurde sowohl ein Zufluchtsort als auch ein Symbol des gesellschaftlichen Widerstands. Obwohl ihre Ehe 1968 geschieden wurde, zeigte Britt in ihren Rückblicken keinerlei Bedauern, sondern betonte die beständige Liebe und Verbundenheit, die sie verband. Tragischerweise verstarb Tracey im Jahr 2020, fünf Jahre vor ihrer Mutter.
Spätere Karriere und Leben abseits des Films
Nach ihrer Scheidung kehrte Britt mit Gastrollen in Fernsehserien wie „Mission: Impossible“ und „The Danny Thomas Hour“ zur Schauspielerei zurück und wirkte später in dem Horrorfilm „ Haunts“ (1976) mit . Ihre letzte Rolle mit Namensnennung hatte sie 1988, danach zog sie sich von der Schauspielerei zurück, um sich der Malerei und ihrem Familienleben zu widmen.
1993 heiratete sie Lennart Ringquist, einen Manager in der Unterhaltungsbranche und Pferdezüchter. Das Paar blieb bis zu seinem Tod im Jahr 2017 zusammen. Britt verbrachte ihre letzten Jahre mit Kunst, ihrer Familie und einem ruhigen Leben abseits des Hollywood-Rampenlichts.

May Britts Leben ist ein bleibendes Zeugnis künstlerischen Talents, Mutes und Authentizität. Ihre Ehe mit Sammy Davis Jr. war mehr als nur eine Prominentengeschichte – sie wurde zu einem kulturellen Meilenstein, der Vorurteile in Frage stellte und den Weg für breitere Diskussionen über Rassismus und Gleichberechtigung
ebnete. Sie meisterte Ruhm, Liebe und gesellschaftliche Beobachtung mit Anmut und hinterließ ein Vermächtnis, das weit über ihre Filmografie hinausreicht.
Nachruf und Würdigung:
Sie hinterlässt ihre Söhne Mark und Jeff Davis, ihre Schwester Margot und mehrere Enkelkinder. Mit ihrem Tod endet ein bemerkenswertes Leben, das Kontinente, Kulturen und historische Momente des sozialen Wandels miteinander verband.
Ruhe in Frieden, May Britt. Deine Reise durch Kunst, Liebe und Mut wird auch künftige Generationen inspirieren.