Warum Michael Jackson nie Weihnachten feierte

Michael Jackson schenkte Millionen Menschen Freude und verdiente sich den Titel „King of Pop“ durch ein Talent, das Grenzen, Kulturen und Generationen überwand. Seine Musik, oft als Geschenk an die Welt bezeichnet, inspirierte noch lange nach ihrer Veröffentlichung. Doch trotz seiner Herzlichkeit, Großzügigkeit und seines wohltätigen Geistes feierte Michael Jackson den größten Teil seines Lebens kein Weihnachten.

Viele Fans sind davon überrascht, besonders da Michaels Stimme eng mit der Weihnachtszeit verbunden ist. Zu Beginn seiner Karriere mit den Jackson 5 nahm er ein komplettes Weihnachtsalbum für Motown auf. Das 1970 erschienene „Jackson 5 Christmas Album“ enthielt festliche Klassiker wie „Santa Claus Is Coming to Town“ und „I Saw Mommy Kissing Santa Claus“ , die bis heute zu den festen Bestandteilen der Weihnachtszeit zählen. Das Album entstand vor allem deshalb, weil ein Großteil der Fangemeinde der Gruppe christlich war – die Familie Jackson selbst jedoch kein Weihnachten feierte.

Michael wurde als Zeuge Jehovas erzogen, einer Glaubensgemeinschaft, die weder Weihnachten noch Geburtstage feiert. Er blieb bis weit in die 1980er-Jahre hinein in der Kirche aktiv, selbst als sein Ruhm ungeahnte Höhen erreichte. Daher spielte Weihnachten, trotz seiner öffentlichen Verbindung zu dem Fest, nie eine Rolle in seinem Privatleben.

Das änderte sich 1993, als seine enge Freundin Elizabeth Taylor ihn überredete, Weihnachten zum ersten Mal zu erleben. Sie verwandelte seine Neverland Ranch in ein festliches Winterwunderland, fest entschlossen, ihm die Freude der Weihnachtszeit zu zeigen. Michael war tief bewegt und überaus dankbar; er bezeichnete Elizabeth als eine der wenigen wirklich treuen Freundinnen, die er je gehabt hatte.

Obwohl ihn der Tag mit Glück erfüllte, weckte er auch noch immer vorhandene Schuldgefühle, die in seiner Erziehung wurzelten. Dennoch ermöglichte ihm dieses eine Fest, endlich die Magie von Weihnachten zu erleben – etwas, das ihm während seiner Kindheit und eines Großteils seines Erwachsenenlebens gefehlt hatte.