Hollywood steht erneut Kopf, und diesmal ist ein interner Streit um den Mega-Film „It Ends With Us“ der Funke, der das Pulverfass zum Explodieren brachte. Laut gerade erst offengelegten Dokumenten aus einem hitzigen Rechtsstreit hat eine hochrangige Sony-Produzentin Blake Lively (38) in ihrer eidesstattlichen Aussage wörtlich als „verdammte Terroristin“ bezeichnet – ein Ausdruck, der in der Branche wie eine Bombe einschlägt und für Empörung sorgt.
Der Vorfall, der jetzt öffentlich wurde, ereignete sich im vergangenen September während der Produktion des heiß erwarteten Films, in dem Lively die Hauptrolle spielt. Die Sony-Managerin Andrea Giannetti, Executive Vice President of Production bei Sony Pictures, kommentierte laut den nun ent-siegelten Gerichtsdokumenten Livelys Verhalten, nachdem die Schauspielerin mit einem Ausstieg aus dem Projekt gedroht hatte, falls eine von ihr vorgelegte 17-Punkte-Liste mit Änderungswünschen nicht unverändert übernommen würde. Giannetti erklärte in ihrer Aussage, dass bereits rund 28 Millionen Dollar in den Film investiert worden seien und das Projekt womöglich völlig gefährdet wäre, sollte die Produktion nicht fortgesetzt werden.
Die drastische Wortwahl der Sony-Führungskraft ist nicht nur scharf – sie wirft ein grelles Licht auf die Spannungen hinter den Kulissen eines der größten Hollywood-Projekte der letzten Jahre. Der Vorfall fällt zeitlich zusammen mit einem wichtigen Gerichtstermin, der für den 22. Januar angesetzt ist und über zentrale Punkte im Rechtsstreit zwischen Blake Lively und ihrem Co-Star bzw. Regisseur Justin Baldoni (41) entscheiden soll. In diesem Verfahren geht es um wechselseitige Vorwürfe – darunter auch Belästigung und Rufschädigung –, die den ohnehin schon explosiven Charakter der Produktion weiter angeheizt haben.
Doch der Bericht der Sony-Managerin ist nicht nur ein Angriff: In den veröffentlichten Akten finden sich überraschend auch positive Nachrichten, die Giannetti an Lively sandte. So schrieb sie nach dem weltweiten Kinostart im August 2024 von hunderten Millionen Dollar Einnahmen und lobte Livelys Hingabe und Talent in der Arbeit am Film. Diese widersprüchlichen Nachrichten zeichnen ein Bild, in dem harte Konflikte und professionelle Anerkennung dicht nebeneinander stehen und die Komplexität des Filmschaffens offenbaren.
Darüber hinaus geben die Akten Einblick in die Meinungen anderer Beteiligter: Jenny Slate (43), ebenfalls Schauspielerin am Set, beschrieb die Dreharbeiten als „verstörend“ und äußerte scharfe Kritik an Baldoni als „falschen Verbündeten“, während Livelys Anwälte betonen, dass in dem Fall nur noch ihre Ansprüche verhandelt würden und Gegenklagen bereits zurückgewiesen seien. Beobachter sehen in diesen Enthüllungen ein ungewohnt offenes, ungefiltertes Bild der Konflikte, die sich eigentlich hinter Hollywood-Kulissen abspielen, fernab von rotem Teppich und PR-Lächeln.
Der Streit um „It Ends With Us“ wird nun in den kommenden Wochen vor Gericht weiter ausgetragen – und die offenbarten Dokumente versprechen, dass der Kampf um Reputation, Macht und Kontrolle in Hollywood längst noch nicht vorbei ist.