Ina Müller enthüllt: Wie ein Interview mit Til Schweiger sie „nachhaltig traumatisierte“

Ina Müller (60), die kultige Moderatorin und Sängerin, die seit vielen Jahren mit ihrer Sendung „Inas Nacht“ im Fernsehen zu Hause ist, sorgte jetzt im Podcast „Frühstück bei Barbara“ für ein überraschend ehrliches und ungewöhnlich verletzliches Geständnis aus den Anfangstagen ihrer TV-Karriere. In der aktuellen Folge erinnerte sie sich an ein bestimmtes Interview mit Schauspieler Til Schweiger (62), das sie bis heute tief beschäftigt – und das sie selbst als „traumatisierend“ beschreibt.

Die Geschichte spielt schon viele Jahre zurück, zu einer Zeit, als Müller noch weit von ihrem heutigen Können als Talk-Moderatorin entfernt war. Sie war damals als Co-Moderatorin in der „NDR Talk Show“ im Einsatz, eine Rolle, die ihr damals ungewohnte Verantwortung und Nervosität brachte. Vor dem Gespräch mit dem damals bekannten Schauspieler und Filmemacher hatte sie sich nicht nur intensiv vorbereitet, sondern auch persönliche Fragen ausgedacht, in der Hoffnung, ein offenes und interessantes Gespräch zu führen.

Doch was dann geschah, war alles andere als geplant: Schweiger antwortete kaum auf die vorbereiteten Fragen, insbesondere wollte er nichts aus seinem Privatleben preisgeben – kein Wort zur Ehe, zum Alltag oder zu persönlichen Dingen, obwohl genau das auf Müllers Karten stand. Schon nach nur sieben Minuten, obwohl 15 Minuten vorgesehen waren, war das Gespräch abrupt beendet. Müller versuchte noch, den Talk an ihre Co-Moderatoren zu übergeben, doch wie sie schmunzelnd erzählte, „war Jörg schon eingeschlafen“. Aus Frustration warf sie schließlich ihre Moderationskarten etwas zu energisch auf den Tisch – ein Moment, den sie selbst heute als „ein bisschen aggressiv“ bezeichnet.

Besonders prägend für die spätere Moderatorin war jedoch nicht allein das unangenehme Gespräch selbst, sondern das, was danach geschah: Der damalige Chef der Talkshow bedankte sich bei Schweiger und entschuldigte sich bei ihm – nicht bei Müller. Dieses Erlebnis, so Müller, habe sie nachhaltig geprägt und ihr damals das Gefühl gegeben, völlig überfordert und „alleingelassen“ zu sein. Die Beschreibung, die sie heute lachend wiedergeben kann, lässt dennoch durchscheinen, wie sehr sie sich damals in dieser Situation verloren fühlte – wie „ein kleines Vögelchen mit Halstuch“, das einfach nicht wusste, wie es mit der plötzlichen Ablehnung umgehen sollte.

Trotz all der Jahre, die seitdem vergangen sind, und trotz ihrer beeindruckenden Karriereentwicklung, bleibt dieses Gespräch mit Schweiger ein Ereignis, das sie als Moderatorin bis heute nicht vergessen hat. Sie selbst sagt, dass sie mittlerweile selbstverständlich besser mit schwierigen Interview-Situationen umgehen könne, doch damals sei diese Erfahrung so einschneidend gewesen, dass sie ihr noch lange im Gedächtnis geblieben sei – ein echtes Lehrstück darüber, wie schmerzhaft das Handwerk des Gesprächs manchmal sein kann.