Nach außen wirkte lange alles stabil, vertraut und beinahe makellos. Katja Burkard und ihr langjähriger Partner Hans Mahr galten für viele als eingespieltes Team, das selbst schwierige Phasen gemeinsam meistert. Doch hinter den Kulissen sah die Realität zeitweise ganz anders aus. In ihrem Buch „60 ist das neue 60“ spricht die Moderatorin so offen wie nie zuvor über eine Krise, die ihre Beziehung an einen Punkt brachte, an dem plötzlich alles infrage stand.
Seit 1998 gehen Katja Burkard und der ehemalige RTL-Chefredakteur gemeinsam durchs Leben. Sie haben zwei Töchter, teilten unzählige Erinnerungen und bauten sich eine feste Partnerschaft auf. Doch auch diese lange Geschichte blieb nicht frei von Spannungen. Immer wieder kam es zu Meinungsverschiedenheiten, unterschiedlichen Interessen und Entwicklungen, die sie emotional voneinander entfernten. Besonders drastisch wurde die Situation vor einigen Jahren, als die Moderatorin begann, sich ernsthaft zu fragen, ob sie diesen Weg noch weitergehen wollte.
Rund zehn Jahre zuvor hatte das Paar bereits einmal über eine mögliche Trennung nachgedacht. Doch Anfang 2022 eskalierte die Situation erneut. Diesmal dauerte die Krise so lange und intensiv an, dass es tatsächlich zu einer zeitweisen Trennung kam. Für Hans Mahr kam dieser Schritt überraschend, während Katja Burkard das Gefühl hatte, dringend Abstand zu brauchen. Sie wollte herausfinden, wer sie ist, was sie fühlt und ob ihre Beziehung noch dem entspricht, was sie sich für ihr Leben wünscht.
In dieser Phase zog sie sich bewusst zurück. Allein reiste sie zu einem Yoga- und Entgiftungsretreat, fern vom gewohnten Alltag. Dort lernte sie, mit sich selbst zu sein, ihre Gedanken zu sortieren und ihre Gefühle klarer wahrzunehmen. Diese Zeit war für sie entscheidend. Sie erkannte, dass sie ihren Partner zwar liebte und vermisste, sich jedoch nicht immer gesehen fühlte – nicht in dem, was sie bewegte oder was ihr wirklich wichtig war.

Ein Anruf von Hans Mahr brachte schließlich alles wieder in Bewegung. Als Katja Burkard am nächsten Tag nach Hause zurückkehrte, fielen sich beide in die Arme. Stundenlang sprachen sie über ihre Sorgen, Vorwürfe und Missverständnisse. Sie begriffen, dass ihre Liebe nicht verschwunden war, sondern unter falschen Annahmen, mangelnder Kommunikation und zu wenig gemeinsamer Zeit begraben lag. Schritt für Schritt gelang es ihnen, diese Hindernisse zu überwinden und ein neues Verständnis füreinander zu entwickeln.
Heute blickt die Moderatorin mit einer Mischung aus Ehrlichkeit und Dankbarkeit auf diese Phase zurück. Die Krise habe ihr gezeigt, wie wichtig es sei, sich selbst ernst zu nehmen und Beziehungen nicht als selbstverständlich zu betrachten. Für sie steht fest: Gerade schwierige Zeiten können eine Partnerschaft stärken, wenn beide bereit sind, hinzusehen und sich zu verändern. Ihre Geschichte ist damit nicht nur ein persönliches Bekenntnis, sondern auch ein Zeichen dafür, dass selbst langjährige Liebe immer wieder neu entdeckt werden muss.