Das Urteil der Schande Erschütternde vier Jahre Haft für Marius Borg Høiby nach bitterem Kachelraum Drama hinter den royalen Schlossmauern

Es ist der absolute, unvorstellbare Albtraum für das norwegische Königshaus, der die traditionsreiche Monarchie in ihren Grundmauern erschüttert und die gesamte Nation fassungslos zurücklässt. Der 29-jährige Marius Borg Høiby, der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, wurde von einem Osloer Bezirksgericht zu einer schmerzhaften Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt. Nach einem nervenaufreibenden, siebenwöchigen Prozess, der die tiefsten Abgründe des jungen Mannes schonungslos ans Tageslicht brachte, sprachen die Richter ein klares und unbarmherziges Urteil. Der royale Stiefsohn, der ohne offiziellen Titel im engsten Kreis der königlichen Familie aufwuchs, wurde in zwei Fällen der schweren Vergewaltigung für schuldig befunden. Zudem wiegen die weiteren Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt gegen seine Ex-Partnerin Nora Haukland sowie diverse Drogendelikte zentnerschwer auf der ohnehin stark beschädigten Krone.

Die Details, die während der langen Verhandlungstage verlesen wurden, treiben den Beobachtern die Tränen in die Augen. Besonders ein Vorfall sorgt für blankes Entsetzen: Eine der nachgewiesenen Taten ereignete sich im Dezember 2018 ausgerechnet im Kachelraum der offiziellen königlichen Residenz Skaugum, dem privaten Zufluchtsort von Kronprinz Haakon und Mette-Marit. Das wehrlose Opfer lag damals schwer traumatisiert und völlig unfähig zu reagieren am Boden, während die schrecklichen Szenen sogar auf Videomaterial festgehalten wurden. Insgesamt stand der junge Mann wegen unglaublichen 40 Straftaten vor Gericht. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er zwar aus Mangel an Beweisen freigesprochen, doch die verbleibende Schuld wiegt unendlich schwer. Marius Borg Høiby selbst schwänzte die Urteilseröffnung im Gerichtssaal komplett und verfolgte die weitreichenden Worte des Richters lediglich via Videoschalte aus seiner kahlen Zelle im Gefängnis von Oslo, wobei er gesundheitliche Gründe für sein Fernbleiben vorschob.

Für seine schwer kranke Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, die seit Jahren an einer chronischen Lungenfibrose leidet und derzeit verzweifelt auf eine lebensrettende Lungentransplantation wartet, bedeutet dieses Urteil den absoluten emotionalen Zusammenbruch. In den vergangenen Wochen kämpften die Anwälte des Königshauses noch erbittert, aber vergeblich darum, Marius vorübergehend aus der Untersuchungshaft zu entlassen, damit er seiner leidenden Mutter in dieser schweren Stunde beistehen kann. Doch die Justiz blieb unnachgiebig. Das Gericht ordnete neben der vierjährigen Haftstrafe auch erhebliche finanzielle Entschädigungen für die traumatisierten Opfer an. Während der Ankläger Sturla Henriksbø von einem historischen Sieg für das Rechtssystem sprach und betonte, dass niemand im Staat über dem Gesetz steht, kündigte die Verteidigung von Marius umgehend an, gegen das Urteil bezüglich der Vergewaltigungen in Berufung zu gehen. Der bittere Schatten des Skandals wird die Familie somit noch sehr lange begleiten.